Aus gesundheitlichen Gründen konnte das Rubinhochzeitspaar Susanne und Robert Güttler den Segen zu ihrem Ehejubiläum nicht in der Kirche in Essen-Mitte empfangen. Trotzdem waren sie im Gottesdienst am Sonntag, dem 11. Oktober 2026 „mittendrin“, und die Gemeinde konnte Anteil an ihrem Ehejubiläum nehmen.
Zu Beginn des Gottesdienstes lud der Gemeindevorsteher, Priester Michael Sokoll, Susanne und Robert Güttler ein, in der ersten Reihe im Kirchenschiff Platz zu nehmen – wenn auch nur gedanklich, denn die beiden erlebten den Gottesdienst zu Hause per IPTV. Seit einiger Zeit erkrankt, kann Priester Güttler derzeit die Gottesdienste in Essen-Mitte nicht besuchen. Priester Sokoll drückte seine große Freude aus, dass es den Eheleuten trotzdem möglich war, ihr Ehejubiläum gemeinsam mit der Gemeinde zu feiern.
Ehre sei Gott
Das dem Gottesdienst zugrunde liegende Bibelwort aus Offenbarung 4,11 lud die Gemeinde ein, Gott als den Schöpfer, der alles geschaffen hat, zu ehren: „Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.“ Der Gemeindevorsteher erläuterte dazu, dass wir Menschen keine Ansprüche gegenüber Gott haben, sondern Empfangende aus der Gnade und Liebe Gottes, der alles geschaffen hat, seien. Durch das Wort Gottes können wir unseren Blick weiten und in Freude und im Leid sehen, was es heißt, beschenkt zu sein: „Wenn etwas nicht rund läuft, denke daran, dass Gott dir eine Zukunftsvision gibt. Er will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, und er sieht sich als Teil des Perfekten.“ so der Dienstleiter.
Zum Abschluss seiner Predigt zog Priester Sokoll die Verbindung zwischen dem Bibelwort und der Rubinhochzeit. Es sei nicht selbstverständlich, dass die Eheleute nach der schweren Zeit der Erkrankung Gott um seinen Segen nach 40 Ehejahren bitten können. Gott habe ihnen und der ganzen Gemeinde diesen Moment geschenkt. Er lud die Eheleute sowie die Gemeinde ein, in die Bewunderung zu kommen und zu sehen, was Gott alles gegeben habe. Dies bringe uns Gott auch im Leid näher und schaffe Kraft, Hoffnung, Freude und Frieden.
Der Vater hat euch lieb
Nachdem die Gemeinde das Heilige Abendmahl gefeiert hatte, sang der Chor ein Wunschlied von Susanne und Robert Güttler: „Ins Wasser fällt ein Stein“. Anschließend wandte sich Priester Sokoll an die Eheleute und ließ die Gemeinde an deren Kennenlernen und gemeinsamer Entwicklung bis zum 40jährigen Ehejubiläum teilnehmen. Er drückte seinen Wunsch aus, dass Susanne und Robert spüren, dass die Gemeinde sie begleitet. Weiterhin richtete er einen Gruß von Bischof Jens Eberle aus und übermittelte einen Gedanken des Bischofs: „Macht jeden Moment zu einem Qualitätsmoment in eurem Leben.“ so dessen Empfehlung verbunden mit dem Rat, sich bewusst zu machen, dass kein Moment eine Selbstverständlichkeit und jeder Moment geschenkt sei.
Priester Sokoll widmete Susanne und Robert Güttler das Bibelwort aus Johannes 16,27: „…denn er selbst, der Vater, hat euch lieb.“ Den Segen zur Rubinhochzeit spendete der Gemeindevorsteher im Beisein von Priester Marc Bahr nach dem Gottesdienst bei den Eheleuten zu Hause.
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