„Willkommen, fühlt euch wie zuhause“ – mit diesem Plakat wurden die Gottesdienstteilnehmer am Sonntag, 11. Oktober 2026 in der Gemeinde Gelsenkirchen begrüßt. Nach rund viereinhalb Monaten Renovierungszeit, feierte Bischof Jens Eberle den ersten Gottesdienst im modernisierten Kirchengebäude an der Wanner Straße.
Angelehnt an den Psalm 122 „Segenswunsch für Jerusalem“ sprach der Bischof Segenswünsche für die Gemeinde Gelsenkirchen aus. Dieses Gotteshaus soll eine Offenbarungsstätte des Heiligen Geistes sein, wo Menschen, die Gott suchen, unter dem Schatten seiner Flügel Zuflucht finden. Es soll ein Ort der Begegnung sein, wo Gott gegenwärtig ist und Trost und Liebe spendet. Die Gemeindemitglieder sollen zukünftig ihr Bestes einbringen, damit es der Gemeinde wohl ergehe. Auch die Gesellschaft lebe vom christlichen Miteinander, so Bischof Eberle, durch Einbringen der besten Gaben werde christliches Leben gestaltet.
Der nachfolgenden Predigt lag das Bibelwort aus Offenbarung 4, 11 zugrunde: „Herr, unser Gott, du bist würdig zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.“ Apostel Johannes konnte das, was er sah, nur unzulänglich beschreiben. Er sah Gott auf seinem Thron, umgeben von der Engelschar, die ihn als den großen Schöpfer, der alles erschaffen hat, pries. Wir bewundern heute die Perfektion und Schönheit in der Natur, denken dabei aber nicht immer an den Schöpfer. Bischoff Eberle wies darauf hin, dass auch der Mensch von Gott erschaffen sei und unsere Mitmenschen der besonderen Wertschätzung bedürfen.
Gnade sei mit euch
In seinem Predigtbeitrag bezog sich Gemeindevorsteher Steffen Branz auf das Eingangslied des Chores „Gnade sei mit euch“. Es zeige wieviel Kraft und Freude in einer großen Gemeinschaft stecke, die auch die Gewissheit verleihe, dass man nicht alleine ist. Oft würde man sich selbst loben und vergessen, dass es in der Regel immer ein Gemeinschaftswerk sei.
Du bist kein Zufallsprodukt
„Gemeinde wird künftig so aussehen, wie du und ich sie gestalten“, sagte Bezirksvorsteher Holger Stramka in seiner Co-Predigt. Ebenso seien wir Teil der Schöpfung, weil Gott es so gewollt habe. Wir seien keine Zufallsprodukte. Dieses Wissen verschaffe Sicherheit.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurde ein kurzes Video mit dem Titel „Gemeinsam geht`s voran nach Gelsenkirchen! 138 Tage Ückendorf“ gezeigt, welches die Gemeinde-Ereignisse während der Umbauzeit auf erfrischende Art und Weise dokumentierte. Danach wurde mit einem Gläschen Sekt auf die Wiedereröffnung angestoßen.
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