Am Sonntag, 25. Juli 2026 versammelte sich die Gemeinde Gelsenkirchen-Erle zum Gottesdienst mit Segensspendung zur Silbernen Hochzeit von Claudia und Bodo Girmendonk.
Der Gemeindechor erhob sich zum ersten Lied und rückte dabei ein wenig zusammen. Dieses nahm Bezirksevangelist Uwe Hillen wahr und griff es als ersten Impuls für die Predigt auf. Er stellte dabei Großeltern im Ruhrgebiet in den Fokus, die ihre Enkel oftmals mit dem Spruch „Komma bei mich bei!“ liebevoll an die Seite nahmen, um ihnen etwas zu erklären oder sie zu trösten. So sollten die Gedanken aus Matthäus 6, 12: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ den Gottesdienstbesuchern in besonderer Weise erklärt werden.
Siebenmal siebzigmal
Ausgehend von der Frage des Petrus: Reicht es, wenn ich 7-mal vergebe, erwiderte Jesus, dass es siebenmal siebzigmal sein sollte, was immer wieder bedeute.
Jesus stellte das Gleichnis vom Schalksknecht, was zum Thema spricht, in einen besonderen Rahmen. Er sprach von einem König im Himmelreich, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. Einer, der eine große Summe schuldete, flehte um Geduld. Der Herr hatte Erbarmen und ihm seine Außenstände erlassen. Kaum von Schuld befreit, traf dieser auf einen seiner Mitknechte, der ihm einen geringen Betrag schuldete. Diesen würgte jener und gab keinerlei Aufschub. Als das dem König mitgeteilt wurde, forderte er die gesamte Schuld ein. Jesus zeigte damit, wie wir mit unserem Nächsten umgehen, so schenkt Gott uns Gnade und Vergebung.
Bei allem ist unsere Herzenseinstellung ausschlaggebend. Dies zeigt das Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner, die in den Tempel gingen, um zu beten. Der Pharisäer verglich sich selbst mit dem Zöllner und wertete diesen ab, der Zöllner hingegen bat in Demut Gott um Gnade und ging gerechtfertigt von dannen.
Gleiche Ausgangsposition
Der Gemeindevorsteher, Priester Roland Thöne, ging in seiner Co-Predigt auf den Blumenschmuck ein. Alle Blumen habe eine unterschiedliche Farbe, sind individuell und doch sind sie alle der gleichen Art, Rosen. Durch die Taufe ist die Erbsünde abgewaschen und wir stehen alle in der gleichen Ausgangssituation vor Gott. Es liegt in unserer eigenen Verantwortung, wie wir uns vor Gott und dem Nächsten verhalten.
Silberne Hochzeit
Nach der Sündenvergebung und der Feier des heiligen Abendmahls wurde das Silber-Brautpaar an den Altar gerufen, um den Segen Gottes zu ihrem Ehebund zu erhalten.
Psalm 40, 12 soll für das Brautpaar zukünftig Wegbegleiter sein: „Du aber, Herr, wollest deine Barmherzigkeit nicht von mir (uns) wenden; lass deine Güte und Treue allewege mich (uns) behüten.“
Nach einer kurzen persönlichen Ansprache gab sich das Jubelpaar die rechte Hand und erhielt den göttlichen Segen.
Der Chor gab dem silbernen Brautpaar das Lied: „Der Heiland sorgt für dich“ mit auf den Weg.
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