Am Sonntag, den 22.08.2021, bekannten sich in der Gemeinde Steele und Überruhr jugendliche Christen in einem Konfirmationsgottesdienst zu Gott.
„Ich entsage dem Teufel und all seinem Werk und Wesen und übergebe mich dir, o dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, im Glauben, Gehorsam und ernstlichen Vorsatz: Dir treu zu sein bis an mein Ende. Amen.“ Dieses Konfirmationsgelübde, das auf den Text einer alten Taufliturgie aus dem dritten Jahrhundert zurückgeht, wurde von den Konfirmanden Benjamin und Florian vor dem Altar in Steele und von den Konfirmandinnen Mathilda, Lena und Vanessa in der Gemeinde Überruhr vor Gott und den anwesenden Gottesdienstteilnehmern feierlich vorgetragen.
Konsequent den Weg des Evangeliums zu gehen.
Die jungen Christen bekennen sich im Glauben zum dreieinigen Gott und bekunden den Willen, ihr Leben im Glauben und Gehorsam Gott gegenüber zu führen. Es kommt mit dem Vortragen des Gelübdes damit der Grundsatz zur Sprache, dass sich die Konfirmanden bemühen, alles Böse und Widergöttliche zu meiden.
Konfirmationsgottesdienst in Essen-Steele
Mit Herzen voller Erwartung kam auch die Gemeinde Steele zu diesem besonderen Gottesdienst zusammen. Dem Konfirmationsgottesdienst, gehalten von Vorsteher und Evangelist Adi Stachowiak, lag das Wort aus dem 2. Thessalonicher, Kapitel 3, Vers 3 zugrunde: „Aber der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen.“ Ein Wort aus dem sich jeder etwas Besonderes – sei es Kraft oder Trost –heraus nehmen kann.
Auch die Konfirmanden Florian und Benjamin haben diesem Tag voller Erwartung entgegen geeifert. Der Tag der Konfirmation ist ein Tag der Entscheidung für ein Leben mit Gott und Jesus an der Seite – Wie alle Konfirmanden sprachen Sie das Konfirmationsgelübde und übernehmen ab jetzt als junge Christen Verantwortung für ihr Glaubensleben. Dafür bekennt sich Gott als verlässlicher Freund an ihrer Seite. „Diese Entscheidung soll sich für euch lohnen – das wünsche ich euch – denn Gott gibt uns Kraft durchzuhalten und zeigt uns immer eine offen Tür.“, so der Evangelist.
Gott ist treu! Er steht zur Dir und mir – bedingungslos
„Wir sind hier, weil ihr hier seid“, so der Vorsteher der Gemeinde Überruhr, Priester Ralf Schönert. Die Konfirmandinnen haben ganz bewusst entschieden, heute hier zu sein, weil sie etwas Besonderes erwarten, Ja sagen und dem Herrn somit bewusst die Treue versprechen wollen.
Priester Schönert erläuterte, dass es zwischen Gut und Böse viele Schattierungen und Grautöne gibt und nicht nur Schwarz und Weiß. Wenn man sich entscheiden müsse, so könne dieser Gottesdienst helfen, die richtige Entscheidung zu treffen und zu erkennen, was Gut oder Böse ist. Dazu helfe es auch, einen Maßstab zur Ausrichtung zu haben, einen Berater und Freund an der Seite. Dies solle das Bibelwort sein. Vorsteher Schönert markierte drei starke Aussagen, die dieses Wort enthalte:
- Gott ist treu! Er steht zur Dir und mir – bedingungslos. Er will uns helfen.
- Gott stärkt uns!
- Die drei G’s: Glaube, Gottesdienst, Gemeinschaft – das gibt Sicherheit!
Priester Schönert ging weiter auf das Bibelwort ein und stellte als Beispiel eine sportliche Leistung in den Mittelpunkt. Wenn man eine solche erbringen wolle, müsse man etwas tun und sich anstrengen. Das Glaubensleben sei keine Kurzdistanz, sondern eher ein Marathonlauf. Es sei wichtig, sich zu motivieren, um diesen Kampf aufzunehmen. Dabei können „Trainer“, wie unsere Eltern, Sonntagsschullehrer, Konfirmandenlehrer, Jugendleiter Motivatoren sein. Sie helfen uns, den Glaubensweg eigenverantwortlich zu gehen, aber nicht allein. Sie sind unsere Berater, die wir nutzen können, um weiterzugehen.
Wer das Werk des Herrn baut
Priester Hartmut Deffner verriet in seiner Co-Predigt, dass er bei jeder Konfirmation das Gelübde wieder mitspreche und somit Gott jedes Mal aufs Neue wieder die Treue versprechen will. Den Konfirmandinnen versprach er „Wer das Werk des Herrn baut, dessen Werk baut der Herr“. Die Gemeinde sei da, sie bringe Liebe, Kraft und Tragfähigkeit. Aber man könne nicht nur nehmen. Er ermunterte die Konfirmandinnen, Liebe und Hilfe, die ihnen entgegengebracht wird, auch selber zu leben und zurück zu geben. Er sagte, wie wichtig es sei, die Eigenverantwortung für sein Gebetsleben aufrecht zu halten. Dies sei gerade in schwierigen Zeiten nicht immer leicht, aber Gott hilft und vieles wird durch das Gebet einfacher.
Das Leben bietet viele gute Möglichkeiten, welche alle Konfirmanden/innen nutzen und probieren mögen. Gott sei immer da! Und so erbat der Seelsorger bei der Spendung des Segens, dass der Heilige Geist in ihnen viel Raum einnehmen möge.
24. August 2021
Text:
Alina und Elke Graf, Claudia Walter, Holger Zepper
Fotos:
Alisa Teichmann, Frank Koch
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