Marie François empfing am Sonntag, dem 28. Februar 2021 als zweite Konfirmandin des Jahrgangs 2020 in der Gemeinde Steele den lang ersehnten Segen zur Konfirmation.
Bereits vor etwa zwei Jahren ist Marie François gemeinsam mit Janice Sadhoff, deren Konfirmation am 30. August 2020 stattfand, und voller Vorfreude auf ihre Konfirmation im Jahr 2020 in den Konfirmandenunterricht gestartet. Vor dem Altar stehen, sich zu Gott bekennen und die ersten eigenen Entscheidungen treffen – eine sehr aufregende Zeit für die Konfirmandinnen. Doch die Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen haben neben den Veränderungen im Alltagsleben auch viele Veränderungen im Ablauf der Gottesdienste mit sich gebracht, und viele Konfirmationsgottesdienste mussten verschoben werden.
Wie für alle Konfirmanden des Jahrgangs 2020 diente die Bibelstelle aus dem Brief an die Hebräer 8,10 als Grundlage für den Gottesdienst, gehalten durch Bezirksevangelist Bernd Garstka: „Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in ihren Sinn geben, und in ihr Herz will ich sie schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“
Der Bund mit Gott als Freundschaftsbeweis
Gleich zu Beginn des Gottesdienstes ging Bezirksevangelist Garstka auf das Thema Freundschaft ein: „Einen Freund kann man immer brauchen, denn er gibt Halt in den verschiedensten Lebenssituationen – egal ob Freude, Trauer oder Sorgen.“ Während wir viele Freunde im täglichen Leben haben können, beispielsweise in der Schule oder Familie, so ist Jesus unser bester Freund, denn er hat sein Leben für uns gegeben. Dieses Freundschaftsangebot können wir annehmen, indem wir uns sein Leben und Wesen bewusst machen und ihm nacheifern. Eine weitere Möglichkeit, dieses Freundschaftsangebot anzunehmen ist, sich durch das Konfirmationsgelübde zu Gott zu bekennen und einen besonderen Bund mit ihm einzugehen. Diese Gedanken wurden auch durch den Gemeindevorsteher, Evangelist Adolf Stachowiak bestärkt: „Es ist schön zu wissen, dass dort immer jemand für dich da ist in der Not und dich annimmt, so wie du bist.“
Auch wenn der Konfirmationsgottesdienst in leicht veränderter Form stattfand, um den Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus gerecht zu werden, blieb der Gottesdienst ein wahrhaftiger Festgottesdienst. Er wurde begleitet durch einfühlsame Instrumentalmusik von Martin Krause (Orgel und Klavier) und Sabine Stachowiak (Geige) sowie eingespielte Musik- und Videobeiträge von Jugendchören und vom Internationalen Jugendtag. Dies gab einerseits genug Raum, um Gott zu ehren, aber auch um Marie einen Vorgeschmack auf die Zeit als aktive Jugendliche zu geben. Zu diesem Leben hat sich Marie am Sonntag bekannt. Gemeinsam mit ihrer Großmutter, die bereits im Jahr 1955 konfirmiert wurde, sagte sie das Gelübde auf und erhielt anschließend den Segen zur Konfirmation.
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