Gottes Schöpfung stand auch in diesem Jahr im Mittelpunkt der Erntedankgottesdienste, die in den Essener Gemeinden am Sonntag, dem 4. Oktober 2020 gefeiert wurden. In der Gemeinde Steele fand zudem eine goldene Hochzeit statt.
"Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter." Dieses Bibelwort aus Psalm 104,24 war Grundlage der diesjährigen Erntedankgottesdienste.
Erntedank und Goldhochzeit
In der Gemeinde Steele stand Gottes Schöpfung im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Der Gemeindevorsteher, Evangelist Adolf Stachowiak, führte aus, dass wir an Gott als unseren Schöpfer glauben. Am Anfang der Schöpfung war nur Chaos. Gott erschuf daraus alles, und er ist der Einzige, der es geschafft hat, aus nichts etwas zu machen. Auch heute entdecken wir Menschen immer wieder Neues in der Natur. Das zeigt uns die Allmacht Gottes. Greift der Mensch in die Natur ein, ist damit allerdings nicht immer Segen verbunden; oft ist die Folge Verfall oder Absterben, so der Evangelist weiter. Daher sein Appell an die Gemeinde: "Mensch, achte darauf, was dir von Gott anvertraut wurde!"
Der Gottesdienst in Steele hatte noch ein besonderes Gepräge. Die Geschwister Victor und Irma Schäfer empfingen den Segen zu ihrer goldenen Hochzeit. Aufgewachsen in Kasachstan durften sie an diesem Sonntag zum ersten Mal den Segen Gottes in einer Kirche empfangen. Auch im Hinblick auf die gesundheitlichen Umstände kann dies als ein Wunder Gottes bezeichnet werden.
Beiträge der Kinder
In der Gemeinde Überruhr hatten die Kinder im Vorfeld zum Erntedankgottesdienst eine riesige Sonnenblume gestaltet, die den Altar schmückte. Die Kinder der Gemeinde waren es auch, die ein zu Beginn des Gottesdienstes noch leeres Gefäß füllten, und zwar mit den aktuellen Früchten der Bäume. Sie gaben Kastanien und Nüsse in das Glas, welche sie zuvor gesammelt hatten.
Auch in der Gemeinde Kupferdreh hatten die Kinder der Sonntagsschule einen großer Baum gemalt, an dem zum Erntedankfest jeder einen Apfel mit seinem persönlichen Dank beschriften und an dem Baum befestigen konnte. Darauf standen dann sehr unterschiedliche Dankessprüche, z.B. Dankbarkeit für die Gesundheit, für den Frieden, für die Familie, für den Glauben, für das Essen und vieles mehr.
Ein Novum gab es in der Gemeinde Rellinghausen. Der Liedvortrag von drei Sängerinnen, die zu Beginn und am Ende des Gottesdienstes die Lieder: „Ich singe dir mit Herz und Mund“ und „Licht nach dem Dunkel“ vortrugen, war der erste Gesangsvortrag seit fast sieben Monaten in der Gemeinde.
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