Einen musikalischen Festgottesdienst erlebte die Gemeinde Essen-Ost am Sonntag, 15. März 2026. Das Orchester aus Schwäbisch Hall, der Konzertchor Ruhr-Mitte und der Gemeindechor umrahmten den Sonntagsgottesdienst mit Gesang und Musik. Vor dem Gottesdienst wurden die Besucher durch die Vorträge des Orchesters und des großen gemischten Chores auf die Predigt eingestimmt.
Nach dem Eingangslied „Seliges Wissen, Jesus ist mein“ und dem Gebet las Bezirksvorsteher Holger Stramka den 5. Vers aus Johannes 13 vor: „Danach goss er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und zu trocknen mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war.“ Zu Beginn seiner Predigt hieß er alle Gottesdienstteilnehmer ganz herzlich willkommen, insbesondere die Musiker aus Schwäbisch Hall. Sie hatten sich am Wochenende auf den Weg gemacht, um am festlichen Konzert des Vorabends in der Erlöserkirche mitzuwirken. Das Motto des Konzerts lautete: „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“. In einer anderen Übersetzung hieße es: „Der Himmel verkündet es, Gott ist groß“, führte der Bezirksvorsteher aus. Wer den Himmel und die Schöpfung betrachte, sehe es. Wir hätten es mit einem großen Schöpfer zu tun, der alles gemacht hat. Wir würden in der Zukunft auf die neue Schöpfung warten, fügte er hinzu. Sie wäre besser, schöner und großartiger als alles zuvor Dagewesene.
Jesus ist gekommen, um zu dienen
Nun ging der Bezirksvorsteher auf das Bibelwort ein, in dem die Fußwaschung Jesu bei seinen Jüngern beschrieben wird. Die Jünger fühlten sich nicht wohl dabei, führte er aus.
Jesus, ihr Meister, verrichtete Sklavendienst für den man extra Diener einstellte. Jesus wollte damit aber zeigen, dass er gekommen war um zu dienen und nicht um bedient zu werden. Er wollte klar machen, was den Menschen zum Heil diene: Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zu Vater, denn durch ihn. Übertragen auf die heutige Zeit bedeute die Fußwaschung: Gestalte doch bitte so Kirche, gestalte doch bitte so Gemeinde im Sinne von: diene selbst und lass dich nicht bedienen. Jesus sagte selbst, ein Beispiel habe ich euch gegeben. Modern ausgedrückt hieße das: Jetzt seid ihr dran. Mit Dienen, Unterstützen, Helfen, aber auch Vergeben. Er fügte noch hinzu: Zu vergeben hieße nicht, dem anderen einen Gefallen zu tun. Wir tun es für uns selbst.
Vorsteher Dirk Makowski ergänzte in seinem Predigtbeitrag, dass Jesus mit der Fußwaschung eine Regel auf den Kopf gestellt hatte. Normalerweise wird in der Gesellschaft der Größte bedient. Aber Jesus hatte seine Jünger aufgefordert: Der Größte unter euch soll euer Diener sein. Die wahre Größe eines Menschen zeige sich im Dienen.
Segen ist Himmel to go
Nach der Sündenvergebung leitete der Chor mit dem Lied “Jesus bleib in meinem Leben, Weggefährte, bester Freund“ die Aufnahme von Chris Schenk in die Gemeinde Essen-Ost ein. Der Bezirksvorsteher hieß ihn am Altar willkommen und erklärte, die Aufnahme sei kein formaler Akt, sondern eine Segenshandlung. Gott bekenne sich zu Chris: „Ich habe dich je und je geliebt, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.“ Der Segen Gottes solle sich auf Chris und seine Familie auswirken. Segen, so habe er einmal gehört, sei „Himmel to Go“. Er fragte Chris, ob er sich zum neuapostolischen Glauben und zu den zehn Glaubensartikeln der Neuapostolischen Kirche bekenne. Dies bekräftigte er mit einem „Ja“.
Mit der anschließenden Segenshandlung wurde Chris in die Gemeinde Essen-Ost aufgenommen; gleichzeitig wurde ihm der Zugang zum Heiligen Abendmahl auf Dauer eröffnet.
Allein Gott die Ehre
Nach der Feier der Heiligen Abendmahles und dem Schlusssegen begrüßte Holger Stramka den Dirigenten des Konzertchores, Mirco Stachowiak, am Altar mit den Worten: „Dieses Wochenende steht im Zeichen der Erinnerung, der Dankbarkeit und der Wehmut.“ Der Anlass sei die Verabschiedung von Mirco als Chorleiter des Konzert- und Männerchores nach elfjähriger Tätigkeit. Die offizielle Verabschiedung erfolgte bereits am Vorabend nach dem Konzert in der Erlöserkirche. Der Bezirksvorsteher wollte es sich nicht nehmen lassen, Mirco Stachowiak noch mal persönlich für seine geleistete Arbeit in den Chören zu danken. Dabei bescheinigte er ihm, Musiker mit Leib und Seele zu sein. Die Kombination von Begabung und Demut sei ihm dabei besonders gut gelungen. Er kenne ihn seit 2017 und habe ihn damals als netten, angenehmen Menschen mit großen musikalischen Fähigkeiten erlebt. Mirco habe seine Chorarbeit nach dem Motto gelebt: „Allein Gott die Ehre“.
Unter dem Beifall der Gemeinde verabschiedete Holger Stramka sich von Mirco mit einer herzlichen Umarmung und einem Blumenstrauß.
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