Im Traugottesdienst am 24. Mai 2025 in der Gemeinde Gelsenkirchen-Resse, empfingen Selina Bertlings und Simon Schroer den Segen zu ihrer Hochzeit. Den Gottesdienst leitete Priester Michael Sokoll, Vorsteher der Gemeinde Essen Mitte.
Priester Sokoll gab den Eheleuten zum Start in das Eheleben das Wort aus 1. Mose 12, 2 an die Hand: „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein“
Der Gemeindechor eröffnete den Traugottesdienst mit dem Lied „Herr, ich komme zu dir“. Zunächst ging der Priester auf den Weg des Kennenlernens der beiden ein bis hin zu dem Treffen heute, am vielleicht allerschönsten und größten Tag in ihrem Leben.
„Eure gemeinsame Zeit, ist jetzt noch keine riesig lange Zeit, auf die ihr zurückblickt, aber ihr habt in der Zwischenzeit schon viel erlebt. Das sind Ereignisse, da lernt man den anderen erstmal richtig kennen. Aber ihr seid heute hier.“
Priester Sokoll weiter: „Das Wort, das die beiden begleiten soll, spricht jeden persönlich an und ist an jeden einzelnen gerichtet: Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein. Und um diesen Segen habt ihr beiden gebeten. Der Segen Gottes äußert sich aber nicht dadurch, dass ab jetzt das gemeinsame Leben schnurgerade verläuft und es nur noch schöne Tage geben wird. Das ist nicht der Segen Gottes; das wäre ein völliger Fehlschluss, der manchmal auch zu Hader mit Gott führt. Segen Gottes ist in unserem Glaubensverständnis das Heil und das heilbringende Wirken Gottes am Menschen. Damit muss man einverstanden sein, um den Segen Gottes überhaupt empfangen zu können.“
Zusammen stark
„Das ausgewählte Motto „Zusammen stark“, wollen die Eheleute jeden Tag über ihr Leben stellen, in ihrer Liebe zusammenwachsen und allem widerstehen, egal ob es ein schöner oder nicht so schöner Tag ist. Sie wollen ein Segen sein für die Partnerin, den Partner. Die gemeinsame Zeit soll von Liebe und Wertschätzung für den anderen, einfach von „zusammen stark“ geprägt sein.“
„Gott legt es heute in euch hinein. Dann kann diese Ehe mehr als erfolgreich gestaltet werden“, führte Priester Sokoll weiter aus. „Und die Frage, warum das Ehepaar heute hier ist, ist ganz einfach zu beantworten: Weil sie nicht zu zweit unterwegs sind, sondern immer zu dritt. Zu dem Motto „Zusammen stark“ wird Gott auch sein „Ja“ hineinlegen, indem er seinen Segen spendet. Das wünschen wir euch von ganzem Herzen in einer euch liebevoll umgebenden Gemeinde, einer liebevollen und unterstützenden Familie und vielen Freunden, die auch diesen besonderen Augenblick mit euch teilen“.
Gottes Segen ist kein „Vielleicht“
Nach dem gemeinsam gesungenen Lied „Hier ist Jesus“, betonte Priester Manuel Lücke in seinem Wortbeitrag, dass Gott segnen will, dass es keine „Option“ sei, kein „Vielleicht“, sondern, dass Gott sie segnen will und wird. Gott möchte mit ihnen als Einzelperson, aber auch als Ehepaar einen ganz besonderen Bund schaffen. „Sucht immer die Verbindung, die Spannung, den Draht nach oben und haltet fest zusammen auf dem Weg, den ihr geht, in allen Situationen. Nehmt Gott als das Navigationssystem, das euch durch euer Leben führt, dann bekommt ihr genau das: Diesen besonderen Segen, diese besondere Stärke durch Situationen hindurch zu gehen, die definitiv nicht leicht sind und die die schönen Situationen des Lebens noch schöner machen.“
Der Chor leitete die Spendung des Segens mit dem Lied „Ich, der Herr von Erd und All“ ein. Anschließend spendete Priester Sokoll dem Paar den Segen zu ihrer Hochzeit.
Danach wurde das Lied von Silbermond „Das Beste“ auf dem Klavier vorgetragen. Zu den Klängen des Hochzeitsmarsches von Felix Mendelssohn zog das Ehepaar aus der Kirche aus.
Beim anschließenden Sektempfang hatte die Gemeinde die Gelegenheit, dem Hochzeitspaar zu gratulieren
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