"Jesus - safe!" war das Motto des Youth Festivals, das Anfang September in Frankfurt stattfand. Mit einem Banner dieses Festivals, das hinter dem Altar hing, wurden die Teilnehmer des Jugendgottesdienstes am Sonntag, dem 25. Oktober 2026 in der Gemeinde Gladbeck begrüßt.
Wenige Minuten vor Gottesdienstbeginn wurde ein Hörspiel abgespielt, das die Jugendlichen selbst erstellt haben und das auf den Gottesdienst eingestimmt hat. Die Jugendgottesdienste werden von und mit Jugendlichen vorbereitet, auch die Liedauswahl gehört dazu. So sangen die Gottesdienstteilnehmer zu Beginn das Lied: "Wie Gott mich führt, so will ich gehn".
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Psalm 32,8 zugrunde: "Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten." Zu Beginn seiner Predigt führte der Dienstleiter, Bezirksevangelist Holger Stramka, aus, dass nicht jeder fröhlich und stark in den Gottesdienst kommen konnte. Aber jeder solle gewiss sein: "Gott sieht dich!"
Entscheidungen mit Gott treffen
Jeden Tag, auch an diesem Morgen, müssen wir Entscheidungen treffen, das ganze Leben bestehe aus Entscheidungen, so der Bezirksvorsteher weiter. Im Glaubensleben haben wir eine große Entscheidung bei unserer Konfirmation getroffen. Wir haben dem Teufel entsagt und uns für Gott entschieden. "Warum sind Entscheidungen so schwierig?" Diese Frage beantwortete Bezirksevangelist Stramka damit, dass wir Menschen oft die Qual der Wahl haben, wie beispielsweise in einem Restaurant mit einer langen Speisekarte. Daraus ergebe sich häufig die Frage, ob es wirklich das Richtige sei, was wir ausgesucht haben.
Er fuhr fort mit der Frage: "Was können wir tun, um die richtige Entscheidung zu treffen?" Wir fragen die Eltern, machen eine Pro- und Contraliste - einige Antworten, die der Dienstleiter gab. Wir können auch einfach Gott vertrauen und ihn als Ratgeber nehmen. Er will uns Hinweise geben und den Weg zeigen. Dies mache er leise, oft unbemerkt. Es können Gespräche sein, Lieder, die wir hören, oder ein Satz in einem Gottesdienst. Vielleicht sind wir manchmal so vertieft in unsere Sorgen, dass wir die Hilfe gar nicht sehen, wenn sie vor uns steht - wie die Emmausjünger, die so traurig waren, dass sie Jesus nicht erkannten. Für die kommende Zeit wünschte Bezirksevangelist Stramka den Gottesdienstteilnehmern viele "Gänsehautmomente" in Bezug auf Gottes Hilfe.
In ihrem Predigtbeitrag erwähnte Priesterin Sandra Stüting, dass sie kürzlich das Bibelwort bei einem Campertreffen der Neuapostolischen Kirche gehört habe. Dort wurden die Teilnehmer mit einem traditionellen Zulugruß begrüßt: "Sawubona = Ich sehe dich" und "Shiboka = Wenn du mich siehst, existiere ich." Den Gottesdienst sehe sie als "Navigationsgottesdienst". Navigation brauche eine Karte und eine gute Verbindung. Im Glauben bedeute dies Gottvertrauen, Gebet und Zuversicht.
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