Trotz Urlaubs- und Ferienzeit fanden sich über 50 Jugendliche aus den Bezirken Herne, Recklinghausen und Ruhr-Mitte am 9. August 2026 zum gemeinsamen Gottesdienst in der Gemeinde Essen-Altenessen ein.
„Wem gibst du die Chance?“ war die Frage, die Anni, Lisa und Manuel den Jugendlichen im Rahmen eines Warm-up vor dem Gottesdienstbeginn stellten. In der Vorbereitung auf den Jugendgottesdienst luden sie die Jugendlichen auf eine Gedankenreise ein. Pro Runde stellten sie zwei fiktive Aussagen über eigene Erlebnisse jugendlicher Christen gegenüber, und die anwesenden Jugendlichen konnten per Handzeichen abstimmen, wem sie eine zweite Chance geben würden. Nach sechs Runden wurde das Fazit der Abstimmungen präsentiert: „Gott liebt alle. Jeden. Immer. Ohne Ausnahme.“ Anschließend spielte die Band das Lied „Güte von Gott“ zur Einstimmung auf den Gottesdienst.
Menschen willkommen heißen
Priester Thomas Bauer aus der Gemeinde Gelsenkirchen leitete den Gottesdienst mit dem Bibelwort aus Jona 4,10+11 ein: "Und der Herr sprach: Dich jammert der Rizinus, um den du dich nicht gemüht hast, hast ihn auch nicht aufgezogen, der in einer Nacht ward und in einer Nacht verdarb, und mich sollte nicht jammern Ninive, eine so große Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen sind, die nicht wissen, was rechts oder links ist, dazu auch viele Tiere?"
Der Priester fasste die Erlebnisse von Jona in der Stadt Ninive zusammen. Er nahm Jesus als Beispiel für alltägliche Situationen, der stets zu den Menschen gegangen ist, obwohl er von den Menschen verurteilt worden ist. „Wie ist es mit uns? Heißen wir Menschen willkommen?“ fragte Priester Bauer die anwesende Gemeinde.
Gottes Liebe für alle
Nach dem Chorlied „Ins Wasser fällt ein Stein“ fuhr Priester Sören Linke (Bezirk Recklinghausen) mit seinem Predigtbeitrag fort. Er hielt seinen Reisepass in der Hand und stellte sich den Jugendlichen vor: „Ich bin Sören. Ich bin Bezirksvorsteher. Ich habe meinen Reisepass dabei.“ Er erläuterte, dass neuapostolische Christen sich nicht durch einen Pass oder die Arbeit, die sie leisten, identifizieren müssen, sondern immer von Gott geliebt werden. Auch er nahm Jona als Beispiel: Jona habe Grenzen überwunden. Grenzen zwischen Städten, Ländern und Menschen. Auch Gott überschreite Grenzen, um Sünden zu vergeben. Jesus habe Grenzen überschritten und sei zurück auf die Erde gekommen. Wir als Gotteskinder bekommen einen göttlichen Reisepass, um Grenzen zu überwinden, so die Ausführungen des Priesters.
Nach einem weiteren Chorbeitrag schloss Priester Frank Hofmann (Bezirk Herne) den Predigtteil ab, in dem er das Gleichnis vom verlorenen Sohn aufgriff und die anwesende Gemeinde aufforderte zu akzeptieren, dass Gott alle Menschen gleich liebt und dadurch manchmal auch Grenzen überwunden werden müssen.
Nach dem Schlusssegen lud die Band alle ein, in das Lied „Näher zu dir“ einzustimmen.
Bei Currywurst und Eis konnten die Jugendlichen noch verweilen und die Gelegenheit nutzen, sich bezirksübergreifend kennenzulernen.
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