Die Jugend aus dem Kirchenbezirk Ruhr-Mitte versammelte sich am Sonntag, dem 25. August 2024 zu einem Gottesdienst in der Kirche in Gladbeck.
Vor dem Gottesdienst befragten zwei Jugendliche die Gottesdienstteilnehmer, wie viele Länder sie bereits bereist haben, welche Sprachen sie sprechen und ob sie schon einmal in einem Land waren, in dem sie die Sprache nicht verstanden haben. Im Anschluss führte eine Moderatorin aus, dass trotz verschiedener Sprachen eine Verständigung immer möglich sei, denn jeder kenne die Sprache der Liebe. Sie lud dazu ein, im Gottesdienst mehr über die Sprache der Liebe zu erfahren.
Verschiedene Arten der Sprache
Bezirksevangelist Uwe Hillen legte dem Gottesdienst das Bibelwort aus 1. Mose 11,1 zugrunde: "Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache." Nach Verlesen des Bibelwortes erläuterte eine Jugendliche verschiedene Arten der Sprache:
- Sprache der Angst: Sie verunsichert und macht einsam.
- Sprache des Hasses: Sie wiegelt auf, stiftet das Böse. Sie schleicht sich ein und setzt sich in den Köpfen fest.
- Sprache des Neids: Sie macht misstrauisch und weckt Sehnsüchte, die vorher nicht da waren. Sie treibt einen Keil zwischen die Menschen.
Glücklicherweise gibt es aber noch andere Sprachen:
- Sprache der Zuwendung: Sie ist sanft und freundlich. Man hat den Eindruck, dass sie mit Worten umarmen kann. Sie kann das Innerste wenden, so dass das Dunkle herauskommt und wieder Platz für Licht wird.
- Sprache der Liebe: Dies ist eine ganz besondere Sprache. Sie kommt oft mit wenigen Worten aus. Sie wird von allen gleichermaßen verstanden. Sie kann immer neu gestaltet werden und sich ausbreiten. Wo sie zuhause ist, liegt etwas Besonderes in der Luft. Die Sprache der Liebe ist eine verständnisvolle, rücksichtsvolle und lebendige Sprache, die gut tut und ins Herz trifft.
Die Muttersprache Gottes
In seiner Predigt ging der Bezirksevangelist zunächst auf das vom Chor vorgetragene Lied "Näher, mein Gott, zu dir" ein. Er gab den Jugendlichen den Rat, die Gaben, die sie von Gott erhalten haben, in seinem Willen einzusetzen, in seiner Nähe zu bleiben.
Im gemeinsamen Hören des Wortes Gottes, der Botschaft der Liebe Gottes zu uns, lernen wir die Sprache der Liebe zu sprechen. Liebe ist die Muttersprache Gottes, so Bezirksevangelist Hillen weiter.
In seinem Predigtbeitrag erläuterte Priester Anton Fechtig, dass jemand, der eine Fremdsprache erlernt, diese aber nicht täglich anwendet, die Sprache wieder vergisst, da es nicht die Muttersprache ist. So ist es auch mit der Sprache der Liebe. Wer sie nicht täglich spricht, kann sie nicht abrufen, wenn sie gebraucht wird.
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