„Passt das zusammen?“ Mit dieser Frage sprach Priester Michael Sokoll die zwei Besonderheiten im Gottesdienst in der Gemeinde Essen-Mitte am Sonntag, dem 2. März 2025 an – die Heilige Wassertaufe, die er zwei Kindern spendete, und das Gedenken an die Verstorbenen. In seiner Predigt gab der Gemeindevorsteher eine eindeutige Antwort auf diese Frage.
Zu Beginn des Gottesdienstes sang die Gemeinde das Lied „Gott ist die Liebe“. „Die Liebe Gottes zu uns Menschen wirkt im Leben genauso wie in der jenseitigen Welt.“ Mit diesen Worten beantwortete Priester Sokoll die eingangs gestellte Frage: An diesem Sonntag werde durch die Heilige Wassertaufe die Möglichkeit zur Erlösung geschaffen, für die beiden Kinder in der Gemeinde Essen-Mitte sowie für die Seelen in der jenseitigen Welt. Gott wirke auf der Erde und im Jenseits; für ihn gebe es diese Grenze nicht. Er ist überall und möchte allen Menschen helfen.
Liebe liegt in der Luft
Auch der Gemeindechor besang die Liebe Gottes in dem Lied „Kennst du den Freund, dessen Liebe so groß…“ Priester Sokoll richtete sich an die Anwesenden: „Spürst du das? Es liegt was in der Luft.“ Es sei Gottes Liebe, die in der Luft liege, und damit Gott selber, so der Dienstleiter. Manchmal brauchen wir Menschen Momente, in denen wir erkennen, wer dieser Freund ist. Denn manchmal liege auch Sünde in der Luft; wir spüren die Not, in die Menschen gefallen sind. Auf diese Not gebe es nur eine Antwort: Jesus als Freund, als Errettung aus dieser Not.
Durch die Sünde werde die Nähe zu Gott zerstört, so Priester Sokoll weiter. Die Heilige Wassertaufe sei der erste Schritt, diese Nähe wiederherzustellen. Es gelte, den Freund zu erkennen, zu fühlen und dann etwas daraus zu machen: „Gib ihm dein Herz.“ so die Aufforderung in dem Chorlied. Dies bedeute, das Leben nach Gottes Willen neu zu führen, im Diesseits und im Jenseits. Der Gemeindevorsteher schloß seine Predigt mit dem Rat an die Gemeinde: „Lasst uns diese Liebe heute wieder ganz neu mitnehmen und verstehen, dass Gott ganz viel Gutes mit uns vorhat.“
Begeisterung für Jesus
Nach der Sündenvergebung hieß Priester Sokoll die Eltern mit Felicity Marie und Luca Julien am Altar willkommen und sprach den Wunsch der Gemeinde aus, dass die Eltern die Liebe Gottes in diesem Moment besonders spüren, mitnehmen und an ihre Kinder weitergeben können. Weiter führte er aus, dass den Eltern mit der Taufe nicht das Versprechen gegeben werde, dass im Leben der Kinder alles gut werde. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Kinder auch Situationen erleben werden, in denen die Eltern ihre Hand über sie halten müssen. „Nehmt die Liebe Gottes mit.“ so der Rat des Gemeindevorstehers an die Eltern.
„Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes.“ Dieses Bibelwort aus Lukas 18,16 widmete Priester Sokoll Felicity Marie und Luca Julien zu ihrer Taufe. Zur Zeit Jesu herrschten gesellschaftliche Zwänge, die dazu führten, dass die Kinder von Jesu ferngehalten werden sollten, führte er dazu aus. Die Kinder wollten nichts von Jesu, sie hatten keine Not, aber sie waren begeistert, sahen in ihm etwas Besonderes und stürmten daher auf ihn zu. Dies sei auch der Ruf Gottes an uns Menschen heute – seine Liebe zu spüren und zu erkennen, dass bei ihm etwas Besonderes ist. Anschließend spendete er den beiden Kindern das Sakrament der Heiligen Wassertaufe.
Gottes grenzenlose Liebe
Nachdem die Gemeinde das Heilige Abendmahl gefeiert hatte, leitete Priester Sokoll das Gebet für die Entschlafenen ein. Er sprach erneut die grenzenlose Liebe Gottes an; dies sei nun ein Augenblick, in dem die Gemeinde Gottes Liebe feiern dürfe. Gott spreche die unfassbare Einladung an die Seelen in der jenseitigen Welt aus, an den Altar Gottes zu kommen und die Sakramente zu empfangen. Dies sei die Antwort auf alle Nöte. „Diese Liebe wünschen wir allen Menschen.“ so der Gemeindevorsteher abschließend. Anschließend trat die Gemeinde fürbittend für die Seelen in der jenseitigen Welt ein.
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