Das Motto „Gott sei Dank“ stand im Mittelpunkt des Erntedankgottesdienstes am Sonntag, dem 6. Oktober 2024 in der Gemeinde Gelsenkirchen-Resse. Besonders hervorgehoben wurde an diesem Tag ein Goldhochzeitspaar, das im Rahmen des Gottesdienstes einen besonderen Segen erhielt.
An diesem Sonntag feierten alle neuapostolischen Gemeinden den Erntedankgottesdienst, ein Tag von besonderer Bedeutung für Christen. Es ist der Moment, Gott dem Schöpfer für all das zu danken, was er uns Menschen geschenkt hat.
Für den Gottesdienst verlas der Gemeindevorsteher, Priester Thorsten Kasper das Bibelwort aus 1. Mose 8,22: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ Er betonte, dass dieser Tag ein Tag der Dankbarkeit und Freude sei.
Dankbarkeit und Auftrag
Als Christen dürfen wir dankbar sein für alles, was Gott für uns getan hat, so Priester Kasper in seiner Predigt. Oft verbinden wir Dank mit bestimmten Zeitpunkten, doch der Gemeindevorsteher erinnerte daran, dass wir Gott auch außerhalb der gewohnten Zeiten unseren Dank aussprechen dürfen – und nicht nur einmal im Jahr zu Erntedank. Dank sei eine Herzensangelegenheit.
Er wies darauf hin, dass wir Menschen eine Verantwortung für die Natur haben. Es gehe dabei nicht um Umweltschutz, sondern um den Auftrag Gottes, die Schöpfung zu bewahren. Wir sollen unser Umfeld achten – dazu zählen die Natur, die Nahrung, unser eigener Körper und unsere Mitmenschen. Gott hat uns diese Aufgabe anvertraut und versprochen, die Natur zu bewahren, damit wir von ihr leben können. „Gott hat alles in seiner Hand“, so Priester Kasper.
Bewusstsein
In seinem Predigtbeitrag betonte Priester Peter Gauert, dass Gott seinen Segen über alle Menschen kommen lasse – niemand werde ausgeschlossen. Er stellte die Frage: „Hast du heute schon `'Danke' gesagt?“ und erinnerte daran, dass jeder Tag ein Tag des Dankes sein sollte. „Wer denkt, der dankt“, erklärte er und rief dazu auf, sich täglich der Gaben Gottes bewusst zu werden.
Hochzeitsjubiläum
Nach der Sündenvergebung und der Feier des heiligen Abendmahls wurde das Goldhochzeitspaar an den Altar gebeten. Priester Kasper stellte die Dankbarkeit des Paares für die gemeinsam verbrachten Jahre in den Mittelpunkt. Für die Segenshandlung wählte er das Bibelwort aus Philipper 4,4 und 9: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Was ihr gelernt und empfangen und gehört und gesehen habt an mir, das tut; so wird der Gott des Friedens mit euch sein.“
Er betonte, dass dieser Tag ein besonderer Tag der Freude sei, an dem die Familie zusammenkomme, um den Segen Gottes und schöne Augenblicke gemeinsam zu erleben. Mit der Segenshandlung wünschte er den Eheleuten, dass der Friede Gottes in ihren Herzen wachse. Das Ehepaar reichte sich die Hände und empfing durch Handauflegung den Segen zur Goldenen Hochzeit.
Der Gottesdienst endete mit einem Schlussgebet und Segen. Zum Abschluss sang die Gemeinde ein Ständchen für eine Glaubensschwester, die einen Tag zuvor ihren 88. Geburtstag gefeiert hatte.
Dankbarkeit in der Tat
Gelebte Dankbarkeit zeigt sich in der Nächstenliebe. Aus diesem Grund sammelten die Gemeindemitglieder der Gemeinde Gelsenkirchen-Resse in den vergangenen Wochen Spenden. Diese werden im Laufe der kommenden Woche an die Tafel der Stadt Gelsenkirchen übergeben.
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