Priester Steffen Branz feierte am Sonntag, dem 14. Juni 2026 mit 24 Kindern im Alter von sechs bis neun Jahren, ihren Begleitungen und Lehrkräften einen Kinder-Gottesdienst (KiGo 6-9) in Gelsenkirchen-Ückendorf.
Grundlage dieses Gottesdienstes war das Bibelwort aus 2. Timotheus 1,7: "Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit."
Was kannst Du ertasten?
Schon nach Betreten des Gottesdienstraums wurde es spannend. Auf einem Tisch standen drei jeweils mit einer Öffnung versehene Kartons, und jedes Kind durfte hineingreifen, um zu erfühlen, was sich darin befand. Die drei Gegenstände – ein kleines Gespenst, eine weiße Taube mit Federn und ein Ventilator - konnte man dann später als Dekoration auf dem Altar sehen.
Warst Du schon einmal mutig?
Nach einem einleitenden Gebet zu Beginn der Sonntagsschule stellten die Lehrkräfte den Kindern die Frage: „Wann wart Ihr schon einmal mutig?“ Die Kinder schilderten verschiedene Begebenheiten, zum Beispiel das Reiten auf einem großen Pferd, und erarbeiteten zusammen mit den Lehrkräften, was Mut eigentlich bedeutet und in welchen Situationen man diesen ganz besonders braucht.
Pfingsten 2026
Dann leiteten die Lehrkräfte nahtlos auf den Pfingstgottesdienst am 24. Mai 2026 über, und die Kinder wussten sehr schnell, wer dort ganz besonders viel und großen Mut bewiesen hatte. Es war der neu ordinierte Stammapostel Helge Mutschler. Eine solch große Aufgabe zu übernehmen braucht sehr viel Mut, Vertrauen auf Gott und ein besonderes Verantwortungsbewusstsein.
Das erste Pfingstfest
Anschließend ging es zum ersten Pfingstfest, als Petrus und die anderen Jünger erst einmal gar nicht mutig waren und sich voller Angst versteckten. Durch ein Rollenspiel wurde den Kindern vermittelt, wie der Heilige Geist in einem Brausen und Feuer auf die Jünger kam und sie dann angefüllt von Mut und göttlicher Kraft hinausgingen, um von Jesus Christus zu erzählen.
Wie stellst Du Dir den Heiligen Geist vor?
Danach wurden die Kinder gefragt, wie sie sich den Heiligen Geist vorstellen - vielleicht wie ein Gespenst? - und ob beziehungsweise wie man ihn sehen, fühlen und spüren könne. Die Kinder hatten schöne Antworten parat und das Ergebnis war, dass man den Heiligen Geist selbst zwar nicht sehen könne, aber seine Auswirkungen im Herzen spürt.
Zum Schluss der Sonntagsschule lasen die Kinder von entsprechend vorbereiteten Zetteln in verschiedenen Sprachen den Gruß: „Frohe Pfingsten“ vor, um damit das am ersten Pfingstfest geschehene Sprachwunder deutlich zu machen.
Ich bin bei euch alle Tage
Zu Beginn des Gottesdienstes wurde das Lied „Ich bin bei euch alle Tage“ gesungen, und Priester Steffen Branz kam sehr schnell auf die Kraft des Heiligen Geistes zu sprechen, der in alle Anwesenden am Tag ihrer Heiligen Versiegelung ausgegossen wurde. Er beschrieb noch einmal die Geschehnisse während des ersten Pfingstfestes und erläuterte das vorgelesene Bibelwort in Bezug auf Situationen, in denen man sich sehr fürchten kann. Gott lasse uns Menschen aber nicht allein und sei durch seinen Geist als Teil der Dreifaltigkeit Gottes, wie im Lied gesungen, immer bei uns, damit wir dann keine Furcht mehr haben müssen.
Den Heiligen Geist im Herzen spüren
Nach dem durch Gebärden unterstützten Liedvortrag „Ich glaube an den Geist“ begann die Diakonin Anja Steinwender ihren Predigtbeitrag mit einem Vergleich des Heiligen Geistes mit dem Wind. Diesen könne man auch nicht sehen, aber fühlen und den Heiligen Geist tief im Herzen spüren. Die Diakonin beschrieb, dass es manchmal sehr viel Mut brauche, sich so zu verhalten, wie es dem lieben Gott gefällt und gut für den Nächsten ist.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Abschlussgebet mit dem Schlusssegen wurde für alle Geburtstagskinder seit dem letzten KiGo das traditionelle „Happy Birthday“ gesungen.
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