Der angeblich traurigste Tag des Jahres – „blue monday“ – war in diesem Jahr am 19. Januar. Die Gemeinde Essen-Mitte nahm dies zum Anlass, „über das Blau ein Leuchten“ zu setzen und mit Musik und Vorträgen zum Thema „Licht“ eine ermutigende Atmosphäre zu schaffen und zum Nachdenken anzuregen.
Am Abend des Montags, der angeblich die besten Voraussetzungen für eine negative Stimmung bietet, hörten die Anwesenden in der Kirche Essen-Mitte Gedichte von Rainer Maria Rilke, Selma Meerbaum-Eisinger und Hanns Dieter Hüsch, vorgetragen von Marcel Wesselburg. Die Gedichte beschreiben die Suche des Menschen nach Gott und gleichzeitig Gott als denjenigen, der ganz nah ist und nur auf einen Laut wartet, um sein Licht entbrennen zu lassen. Sie reflektieren das Licht in verschiedenen Farben, das in Verbindung mit einer „süßen Melodie“ eine warme und ruhige Atmosphäre erzeugt. Und sie vermitteln Energie durch ein Gottesbild, das Fröhlichkeit erlaubt und auf die Zukunft des neuen Menschen bei Jesus Christus hinweist.
Gott als Quelle des Lichts
Ergänzt wurden die Wortbeiträge durch Bibeltexte, von Jutta Schwichtenberg gelesen. Die Texte bezogen sich auf die Sonne als das von Gott geschaffene Licht: „Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels…“ (1. Mose 1,14-18). Sie reflektieren aber auch die Güte Gottes, die so weit reicht, wie der Himmel ist, und beschreiben Gott als Quelle des Lebens, in dessen Lichte wir das Licht sehen (Psalm 56,6-11).
Das Licht mitnehmen
Stefan Kienast an der Orgel und Rainer Rettinger am Klavier untermalten die Vorträge durch Musikstücke, die zum Thema und zur Atmosphäre des Abends passten. Unter anderem erklangen „Der Mond ist aufgegangen“, „Somewhere over the rainbow“ und „Herr, bleib bei mir“.
Die Moderation von Eva Hillen verband Wort und Musik. Sie erläuterte Hintergründe der Verfasser der Gedichte und beleuchte die Eigenschaften des Lichts aus verschiedenen Perspektiven – wissenschaftlich und naturgesetzlich, aber auch im Hinblick auf das innere Licht des Menschen. Es lohne sich, das Licht in sich zu suchen, es zu finden und dieser Flamme Nahrung zu geben. Dann könne dieses innere Licht zu einer Energiequelle werden. „Wir Menschen können die Welt heller machen.“ so das Fazit der Moderatorin.
Mit dem Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, das den Schein von Gottes Licht in der Nacht anspricht, wurden die Teilnehmer in den Abend dieses Montags entlassen. Nach einem Gebet nutzen einige noch die Gelegenheit, bei einem Getränk die Gedanken, Anregungen und Eindrücke der Vorträge zu vertiefen.
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