Die drei christlichen Kirchen im Ortsteil Essen-Überruhr luden am Himmelfahrtstag zum Pilgern ein und versorgten die Interessenten an den Kirchen mit Impulsen.
Entstanden war die Idee auf Grundlage des ökumenischen Kirchentages in Frankfurt, welcher am gleichen Tag eröffnet wurde und weitesgehend digital und dezentral stattfand. Den Aufruf der Macher des Kirchentages, doch möglichst vor Ort ein ökumenisches Angebot zu schaffen, setzten die Glaubensgemeinschaften in Überruhr gemeinsam um.
Nach dem Motto des Kirchentages `Schau hin` (MK 6, 38) boten die katholische, neuapostolische und evangelische Kirche vier Anlaufpunkte, an denen die Pilger genauer hinschauen konnten und Impulse erhielten.
„hingehn und nachsehn“
Ob Orgelspiel, Flyer, digitales Video, das Anzünden einer Kerze, die Kirchen hielten einiges für die Teilnehmer des ökumenischen Pilgerweges bereit. Und das Angebot wurde gut angenommen. Rund 50 Haushalte, wie man in Coronazeiten die Teilnehmer einteilt, machten sich bei bestem Wanderwetter auf dem Weg. Wer wollte, lief die knapp 5 Kilometer lange Runde ab und konnte somit alle vier Anlaufpunkte mitnehmen. Das Anlaufen vereinzelter Kirchen war natürlich auch möglich.
Offene Kirchen
Die Besucher hatten die Möglichkeit mal einen Blick in die Kirchen zu werfen und, wer wollte, einen kurzen Augenblick sie Seele baumeln zu lassen. Da jede Kirche Impulse für einen besonderen Begriff bereit hielt, konnte man die Glaubensstätte mit vielen Eindrücken wieder verlassen.
An allen Impulspunkten wurde natürlich das bestehende Abstands- und Hygienekonzept angewandt und von allen Besuchern sorgfältig umgesetzt!
4 Steine
Mut, Kraft, Hoffnung und Zuversicht waren die Begriffe, zu denen es an den Anlaufstellen Impulse gab. Wer wollte, konnte sich einen Stein mit der Aufschrift des jeweiligen Begriffes mitnehmen. Ob für die eigene Verwendung, oder zum weiter verschenken, am Ende hatte der Pilger die Taschen voll.
Ökumene auf der Ruhrhalbinsel
Die Gemeinde Überruhr pflegt eine intensive Freundschaft zu ihren Nachbargemeinden, der katholischen und der evangelischen Kirche. Alle zwei Monate treffen sich die Leiter der drei Gemeinden zu einem ökumenischen Dienstgespräch. Themen wie Schulgottesdienste und Andachten in den Altenheimen sind neben dem Erfahrungsaustausch ständige Besprechungspunkte.
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