Fast 160 Mitglieder aus den Gemeinden Gelsenkirchen-Buer und Gelsenkirchen-Erle versammelten sich am Mittwoch, dem 29. Juli 2026 zum gemeinsamen Wochengottesdienst mit Apostel Thorsten Zisowski in der Gemeinde Gelsenkirchen-Erle.
Der Apostel verwendete für seine Predigt Gedanken des Stammapostels, basierend auf dem Bibelwort aus Römer 15,8: „Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!“
Apostel Zisowski führte dazu aus: In den Worten des Apostels Paulus zeige sich das Spannungsbild zwischen Sklaven und Herrn sowie eine Beziehung zwischen Kind und Vater. Das Verhältnis von Sklave zum Herrn sei geprägt von Angst vor Strafe, Sanktionen, eingeschränkten Rechten und keinerlei Möglichkeit, eigenen Besitz zu erwerben oder erben zu können. Eine Beziehung zwischen Kind und Vater sei dagegen in der Regel von Vertrauen geprägt; das Kind trage den Namen der Eltern und werde deren Eigentum erben.
Verhältnis zwischen Gott und Menschen
Abba sei ein aramäischer Anruf, der die innige Beziehung zu Gott ausdrückt, so der Apostel weiter. Jesus habe in seinen schwersten Stunden Gott mit diesem Wort angesprochen. Übersetzen könne man diesen Ausruf mit den Worten „Papa“ oder „lieber Vater“, so,wie es Kinder oft tun.
Und genau das entspreche dem Verhältnis zwischen Gott und Mensch. "Du bist nicht Sklave, du bist freies Kind." so der Apostel. Dieses Verhältnis zwischen Menschen und Gott sei eine Vorstufe des Himmels und erfülle Sehnsüchte, wie zum Beispiel geliebt zu sein und zu spüren: „Ich habe einen Platz im Leben.“ In gleicher Weise erging es dem „verlorenen Sohn“, der aus der Fremde zurückkehrte und mit einem Fest beim Vater wieder aufgenommen wurde.
In der Vorbereitung zum Heiligen Abendmahl verwies der Apostel auf die Lebensverhältnisse, die uns Menschen immer wieder einholen, und das Böse, das vor der Tür lauert. Nach dem Heiligen Abendmahl ordinierte Apostel Zisowski eine Diakonin und einen Diakon für die Gemeinde Gelsenkirchen-Erle und bestätigte einen Diakon für die Gemeinde Gelsenkirchen-Buer. Abschließend beendete er den Gottesdienst mit Gebet und Segen.
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