„Besondere Kirchen in Nordrhein-Westfalen“ ist das Thema einer geplanten Dokumentation des WDR-Fernsehens. Als eine dieser besonderen Kirchen hat der WDR die der Gemeinde Essen-Mitte ausgewählt. Während des Gottesdienstes am Sonntag, dem 29. Juni 2025 machte ein Team des WDR dazu Filmaufnahmen in der Kirche.
Mehrere Gründe machen die Kirche der Gemeinde Essen-Mitte zu einer „besonderen Kirche“. Zum einen ist der Neubau von Kirchen heute zu einer Seltenheit geworden. Auffällig sind zum anderen die Stahlfassade und die Nachhaltigkeit des neuen Gebäudes.
Filmaufnahmen im Gottesdienst
Mit seinem Format „Heimatflimmern“ erzählt der WDR spannende Geschichten über das Land Nordrhein-Westfalen mit seiner Kultur und Geschichte, seinen Traditionen und Strukturen. Als eine dieser Geschichten plant der WDR eine Dokumentation über verschiedene „besondere“ Kirchen in Nordrhein-Westfalen. Am letzten Sonntag im Juni nahmen der verantwortliche Redakteur und zwei Kameraleute der Produktionsfirma am Gottesdienst in Essen-Mitte teil, machten Filmaufnahmen und sprachen mit Gemeindemitgliedern. Vorab war die Kirche bereits mit einer Drohne durchflogen worden.
Der Gemeindevorsteher, Priester Michael Sokoll, hieß das WDR-Team zu Beginn seiner Predigt herzlich willkommen und dankte den Gemeindemitgliedern für ihre Bereitschaft, an diesem Projekt mitzuwirken. Einen Predigtbeitrag leistete auch Priester Holger Zepper, Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit im Bezirk Ruhr-Mitte. Der Chor legte in diesem Gottesdienst einen besonderen Fokus auf Stücke aus der Deutschen Messe von Franz Schubert und konnte dadurch das WDR-Team besonders beeindrucken.
Die 45-minütige Dokumentation wird voraussichtlich im November 2025 im WDR-Fernsehen ausgestrahlt.
Stahlfassade und Nachhaltigkeit
Bezirksapostel Rainer Storck hatte den Neubau an der Franziskastraße im Weihnachtsgottesdienst 2023 geweiht. Das Gebäude wurde damit zur neuen Heimat der Gemeinde Essen-Mitte, die rund neun Monate zuvor aus den Gemeinden Frohnhausen, Rellinghausen und Rüttenscheid gegründet worden war.
Das Gebäude fällt schon von außen auf: Dafür sorgen eine Fassade aus verwittertem Stahl und ein Fenster in Kreuzform auf der Straßenseite. Die rostrote Cortenstahl-Fassade erinnert an die Geschichte des Ruhrgebiets und insbesondere der Stadt Essen. Nachhaltigkeit wird neben der modernen Wärmepumpentechnik zur Gewinnung von Heizenergie durch Sitzbänke aus überarbeitetem Holz profanierter Kirchen erreicht.
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