Den ersten Sonntagsgottesdienst nach Ostern feierte Bezirksapostel Stefan Pöschel in der Gemeinde Gladbeck. Eingeladen waren am Sonntag, dem 27. April 2025 auch die Gemeinde Altenessen sowie die Jugendlichen und Jugendbetreuer des Bezirks. Per IPTV konnten alle Gläubigen aus Ruhr-Mitte an diesem Gottesdienst teilnehmen.
"Wie präsent ist Ostern noch bei uns?" Mit dieser Frage und mit Blick auf die Ereignisse am ersten Sonntag nach Ostern zur Zeit Jesu leitete der Bezirksapostel seine Predigt ein. Im Markus-Evangelium werde beschrieben, wie Jesus an diesem Sonntag in den Kreis der Jünger trat und sich vor allem Thomas zuwandte - dem Jünger, der als besonders tiefgründig galt, aber auch der "zweifelnde Thomas" genannt werde.
Dieses Hinterfragen und das fehlende Begreifen des Heils- und Erlösungsplans treiben auch uns gelegentlich um. Da komme uns Thomas gerade recht, so Bezirksapostel Pöschel. Jesus habe Thomas gezeigt, dass er auferstanden ist, und er habe sich an verschiedenen Orten den Christen der früheren Kirche gezeigt. Dies müsse eine große Freude ausgelöst haben bei denjenigen, die sich von der Auferstehung überzeugen konnten. "Ich würde mir wünschen, dass wir diese Begeisterung über den gegenwärtigen Jesus Christus in seiner Gemeinde auch in unseren Herzen bewahren und mit Leichtigkeit und Freude darüber sprechen, wie es damals die Christen getan haben." so der Bezirksapostel.
Macht über Schöpfung und Geschöpfe
Das dem Gottesdienst zugrunde liegende Bibelwort stammt aus dem Evangelium des Matthäus: "Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden." (Matthäus 28,20). Bezirksapostel Pöschel stellte dieses Wort in den biblischen Kontext. Jesus sei zu seinen Jüngern getreten und habe ihnen als spätere Apostel das ans Herz gelegt, was ihm wichtig war. Dem Bibelwort über die Macht Jesu folgte der Missionsbefehl (Matthäus 28,19.20), und Jesus beendete seine Rede mit der auch für uns noch gültigen Zusage: "Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäus 28.21)
Bezirksapostel Pöschel führte dazu aus: Jesus habe unter Beweis gestellt, dass er der Herr der Schöpfung ist, indem er über Wasser ging, den Sturm stillte, Tote lebendig und Kranke gesund machte. Er habe zudem Macht über die Geschöpfe; er schaue nicht nur vor den Kopf, sondern auf den Grund und mache klar, dass das Menschsein über die Körperlichkeit hinausgeht. Jesu habe die Macht, den Menschen das ewige Leben zu geben, so der Bezirksapostel.
Macht über Leben und Tod
"Welche Macht liegt in der Auferstehung"? fragte Bezirksapostel Pöschel weiter und erläuterte: Zunächst konnten die Menschen damals diese Macht nicht erkennen; sie spotteten und verhöhnten Jesus. Doch mit Ostern kam der Triumph; Jesus machte deutlich, dass er Macht über Leben und Tod hat, dass Gott ihm alle Macht gegeben hat. Dadurch, dass wir die Sonntage im Haus Gottes verbringen, können wir diesen Triumph immer wieder feiern und den Herrn damit bekennen.
Die Macht der Liebe, die Macht der Vergebung und Erlösung sowie die Macht der Vollendung - dies sind weitere Vollmachten, die Jesus gezeigt hat und durch die er auch uns die Möglichkeit gibt, immer wieder zu Gott zu finden."Wir wollen von der Macht Jesu nehmen, aber auch weitergeben. Wir vertrauen ihm heute und in der Zukunft." schloss der Bezirksapostel seine Predigt.
Glaube und Zweifel
Apostel Gerd Kisselbach aus dem Apostelbereich Ost erwähnte in seinem Predigtbeitrag den Zwiespalt, in dem wir Menschen uns oft befinden: der Kraft des Glaubens stehe der Zweifel gegenüber. Dies war auch bei den Jüngern so - sie hatten die Wunder Jesu miterlebt und trotzdem immer wieder Zweifel. Jesus habe den Jüngern Sicherheit gegeben, und er begegne auch uns heute immer wieder durch die Kraft des heiligen Geistes. Bei Zweifeln gelte auch uns die Zusage Jesu, dass er immer bei uns ist.
Lebensgemeinschaft im heiligen Abendmahl
Bischof Manfred Bruns bereitete die Gemeinde auf das heilige Abendmahl vor. In diesen Momenten sei es wichtig, dass unsere Gedanken ganz dem Herrn gelten und er in unserer Mitte stehe, so der Bischof.
Nach der Sündenvergebung feierte zunächst die Gemeinde das heilige Abendmahl. Anschließend spendete der Bezirksapostel dieses Sakrament auch den Verstorbenen.
Zum Abschluss des Gottesdienstes sangen alle Gottesdienstteilnehmer gemeinsam das Lied "Der Herr ist mein Licht". Dem folgte das ebenfalls gemeinsam gesungene "Happy Birthday" als Gratulation für Bezirksapostel Pöschel, der an diesem Sonntag seinen Geburtstag feierte.
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