Die Teilnehmenden aus den beiden Gemeinden Kupferdreh und Überruhr fanden sich bestimmt an dem Mittwochabend, den 7. August 2024, in der Predigt von Thorsten Zisowski wieder, denn er sprach von der Last, die es zu tragen gilt.
Der Amtsträger gestaltete den Predigtteil aufgrund des zweiten Verses aus Galater 6: Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Apostel Thorsten Zisowski verdeutlichte der Gemeinde zu Anfang, dass Jesus die bisher größte Last getragen hat, indem er die Unvollkommenheit und die Sünden der Menschheit auf seinen Schultern lud. Es musste zwar Simon von Zyrene auf dem Weg zu Kreuzigung das Holzkreuz tragen, weil Jesus körperlich in dieser Situation nicht mehr in der Lage war, so trug er aber, für die Menschheit nicht sichtbar, die viel größere und schwerwiegendere Last: Die Sünden der Menschen.
Was ist deine Last?
Der Seelsorger sprach die Teilnehmenden an und griff nur ein paar Beispiele aus dem Leben, welche eine Last darstellen und an den man schwer zu tragen hat. Zukunftssorgen, so der Apostel, können uns sehr zu schaffen machen, einen fast erdrücken. Krankheit und Not in all ihren Farcetten, sind weitere Lasten des Lebens. „Wie schön ist es in solchen Situationen zu erleben, dass mir jemand beisteht und ich nicht alleine mit der Last zu kämpfen habe“, so der Seelsorger.
Aufgabe für die Gemeinde
Einer trage des anderen Last – eine klare Aufgabe für jedes Gemeindemitglied! Wie das gehen kann, beschrieb Apostel Zisowski so: Gebet, Nähe und fürsorgliche Hilfe sind die Mittel, die bei Lastenträgern in der Gemeinde anzuwenden sind. Hinzu kommt noch eine nötige Sensibilität, um die Situation des betroffenen Gemeindemitgliedes nicht noch zu verschlimmern, riet der Apostel. „Wenn ich in meinem Status stolz das Bild meiner neusten Anschaffung veröffentliche, oder die herrlichsten Fotos aus dem Urlaub poste, obwohl ich weiß, dass in meiner Gemeinde jemand ist, der sich so etwas nie leisten kann, erleben wird und daran schwer zu tragen hat, dann sollte ich etwas sensibler handeln“, so Thorsten Zisowski.
Die Last Jesus
Wer als aktiver Christ Jesus nachfolgt, hat auch eine gewisse Last zu tragen, erklärte der Apostel. Jeder und jedem vergeben zu können und allen Menschen den Weg zu Jesus zu ermöglichen, stellt uns Christen schon oftmals vor Herausforderungen. Die Last der Gesellschaft, die von Gott gewollte und geschaffene Ungleichheit unter den Menschen, kann uns auch zu schaffen machen und zur Last werden. Fällt es schwer, Vielfalt zu ermöglichen? Gott hat seine Gemeinden zusammengestellt, samt der Vielfalt an ungleichen Gemeindemitgliedern, so der Seelsorger.
Alle für alle
In einer kurzen Co-Predigt erläuterte Bezirksvorsteher Holger Stramka das beste Konzept für die Aufgabe des Lastentragens: Einer für alle – alle für einen und alle für alle! „So angewandt bedeutet das, dass ich selber von der Gemeinde getragen werde, obwohl ich helfe des anderen Last zu tragen“, beschrieb der Bezirksevangelist.
Schwamm drüber reicht nicht
Um die Anwesenden auf die Feier des Heiligen Abendmahls vorzubereiten, verdeutlichte der Apostel anhand eines Bildes aus der Schulzeit den Grad von Vergebungsbereitschaft. Schwamm drüber ist weitaus weniger effektiv als versöhnungsbereit sein. Versöhnung ist die Herstellung des alten und vorherigen Zustandes. Schwamm drüber, so wie wir es aus der Schulzeit kennen, hinterlässt Spuren auf der Tafel.
Im Anschluss an die Feier des Heiligen Abendmahles ordinierte Apostel Zisowski zwei Glaubensschwestern aus der Gemeinde Überruhr zu Seelsorgerinnen in das Amt der Diakonin. Hier wird es zeitnah einen separaten Ordinationsbericht geben.
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