Es gibt vieles, für das Gott Lob und Dank gebührt. Der Erntedanktag ist ein guter Anlass, sich darauf zu besinnen und Zufriedenheit zu finden. Die neuapostolischen Christen feiern am kommenden Sonntag, den 3. Oktober 2021, den Erntedankgottesdienst.
Das Erntedankfest gehört zu den ältesten Festen, die die Menschen feiern. Traditionell danken die Menschen Gott am Ende der Erntezeit dafür, dass er die Früchte, das Gemüse und das Getreide hat gedeihen lassen. Bereits in vorchristlichen Religionen ist das Erntedankfest gefeiert worden. So feierten die Römer und die Juden die reichen Gaben der Natur und die Griechen sowie die Ägypter dankten ihren Fruchtbarkeitsgöttern mit Opfergaben für die Ernte.
Datum des Erntedanktags
Früher wurde das Fest in Mittel- und Nordeuropa am 23. September, dem Tag der sogenannten Tagundnachtgleiche - an diesem Tag ist es genauso lange hell wie dunkel - mit einer Opfergabe gefeiert. Die Kelten feierten jährlich an diesem Tag das traditionelle Kornfest. Die katholischen Kirche erwähnt dieses Fest das erste Mal im 3. Jahrhundert, erhob es allerdings nicht zu einem kirchlichen Hochfest, da ein heilsgeschichtlicher Bezug fehlte.
Es gab auch keinen einheitlichen Termin, da je nach Klimazone die Ernte zu verschiedenen Zeiten eingebracht wurde. Erst nach der Reformation wurde in evangelischen Gemeinden der Michaelistag - der 29. September - als Erntedankfesttag gewählt. 1972 legte die katholische deutsche Bischofskonferenz den ersten Sonntag im Oktober als Termin fest.
Erntedank und Schöpfungsverantwortung
Biblischer Auftrag an die Menschen zur Bewahrung der Schöpfung ist so alt wie die Schöpfung selbst. Bebauen und bewahren sind die beiden Imperative, die die Menschen als Gottes Auftrag empfingen, als er ihnen den Garten Eden anvertraute.
Schöpfungsverantwortung ist keine Erfindung der Wohlstandgesellschaft, in der es um Vermeidung von Umweltverschmutzung mit ihren fatalen Folgen geht. Das Thema ist so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst.
Zwei Grundaussagen finden sich im ersten Buch Mose zur Verantwortung der Menschen über die Schöpfung. Nachdem Gott sie zu seinem Bilde geschaffen und gesegnet hatte, gab er ihnen zusammen mit dem Hinweis zur Fruchtbarkeit und Vermehrung den Auftrag, sich die Erde untertan zu machen und über die Vielfalt der Arten zu herrschen. (1. Mose 1,28)
Der zweite Hinweis ist im folgenden zweiten Kapitel zu lesen: "Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaue und bewahre." (1 Mose 2,15). Dem Menschen ist somit in dem ihm von Gott zugewiesenen Lebensraum die verantwortungsvolle Aufgabe zur Gestaltung zugefallen. Der Katechismus der Neuapostolischen Kirche schreibt dazu: "Im Umgang mit der Schöpfung ist der Mensch Gott, dem Schöpfer, gegenüber verantwortlich. Er ist gehalten, alles Leben und den Lebensraum wertschätzend zu behandeln." (KNK 3.3.1.2)
Erntedankgottesdienst
Die Gottesdienste der Neuapostolischen Kirche stehen allen offen. Sie sind herzlich willkommen! Auch im Jahr 2021 haben noch bei allen Aktivitäten die behördlichen und kirchlichen Regeln zum Infektionsschutz Vorrang. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld bei der jeweilgen Gemeindeleitung oder schreiben Sie eine Mail an info@nak-essen.de
27. September 2021
Text:
NAK Westdeutschland
Fotos:
NAK Westdeutschland
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