Bischof Manfred Bruns leitete am Samstag, den 04.09.2021, in der Gemeinde Essen-Freisenbruch einen Traugottesdienst für Miriam und Marcel Daschner.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente ein Bibeltext aus Richter 18, Vers 6:
„Ziehet hin mit Frieden; euer Weg, den ihr geht, ist dem HERRN vor Augen.“
Zu Beginn des Gottesdienstes hob Bischof Bruns die Bedeutung des Wortes „Hochzeit“ als „hohe Zeit“ hervor und fuhr an, dass das Brautpaar mit dem Hochzeitsfest eine der glücklichsten Tage ihres Lebens erlebten und besonders der Beginn der Ehe eine Zeit voller Glück und Freude sei.
Bezugnehmend auf das Wort fuhr Bischof Bruns fort, dass das Brautpaar nun am Beginn des gemeinsamen Lebensweges stehe. Um diesen Weg gemeinsam gehen zu können müssten aber mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Der Weg müsse zunächst gefestigt sein, damit man sicher auf ihm gehen kann. Hierzu beschrieb der Bischof das Bild eines Weges aus Pflastersteinen, welche in früheren Zeiten häufig Verwendung zur Befestigung von Wegen fanden. Auch der Weg des gemeinsamen Ehelebens bestünde aus solchen „Steinen“, die symbolisch für die wichtigen Grundlagen einer Ehe stehen. Als Beispiel hierzu nannte Bischof Bruns unter anderem die Treue, Geduld und auch Vergebung.
Nur, wenn alle Steine vollständig vorhanden sind, ist ein sicherer Schritt möglich.
Ein gemeinsamer Weg muss gangbar sein, so der Amtsträger. Um dies zu gewährleisten, müsse an einer Ehe stets gearbeitet und die Partnerschaft gepflegt werden. Jeder Ehegatte bringt dazu seine Gaben ein, mit denen das gemeinsame Eheleben gestaltet werden kann. Hierzu müsse insbesondere auch Zeit investiert werden, die die Ehepartner sich füreinander nehmen sollten.
Abschließend wies Bischof Bruns daraufhin, dass die Ehegatten im Laufe der Zeit vor vielen Weggabelungen stehen werden und es viele Richtungen gibt, die der Weg einschlagen kann. Den besten Weg zeigt Gott jedoch stets auf. Dies sei der Weg der Liebe, wie es auch schon in 1. Korinther 13 zum Ausdruck komme.
Auch gäbe es beschwerliche Wege, die man sich nicht aussucht und dennoch beschreiten muss. Für diese Zeiten riet der Bischof dem Brautpaar, dass sie darauf vertrauen können, dass Gott alle Wege kennt und stets alles zum Guten lenken wird.
Der Vorsteher der Gemeinde, Evangelist Adolf Stachowiak, griff noch einmal das Bild der Pflastersteine auf und wies darauf hin, welche Folgen es haben könne, wenn einer der Steine fehlt.
So würden Schlaglöcher auf heutigen Straßen sich mit jedem Mal, wenn ein Auto über sie hinweg fährt, vergrößern. Genauso kann ein Loch durch einen fehlenden Stein auf dem gemeinsamen Eheweg sich immer weiter vergrößern, bis der Weg zerstört und nicht mehr begehbar ist. Als besonders wichtiger Bestandteil des Weges hob der Evangelist den Stein der Versöhnung hervor. Er riet dem Brautpaar, stets vergebungsbereit zu sein und eine Versöhnung nicht zu lange aufzuschieben.
Im Anschluss erfolgte der Trausegen durch unseren Bischof, welcher weiterhin erläuterte, diese Ehe sei von diesem Augenblick an vor der Gemeinde und Gott geschlossen worden.
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