Priester Marc Bahr und Priester René Körner feierten am Sonntag, dem 24. November 2019 einen Gottesdienst für die sechs- bis neunjährigen Kinder ("KiGo 6-9") des Bezirks in der Gemeinde Rüttenscheid. Zur Einstimmung auf den Gottesdienst fand eine Sonntagsschulstunde statt, in der die Kinder gemeinsam mit Priestern und Lehrkräften das Thema “Die Hochzeit zu Kana” erarbeiteten.
Mit vielen liebevollen Details stellten Kinder, Priester und Lehrkräfte eine Hochzeitsgesellschaft nach: Ein besonderes Fest in Kana mit vielen Gästen, unter Ihnen auch Jesus und seine Mutter Maria, als plötzlich der Wein ausging. Eine peinliche Situation – die Kinder erlebten, dass in solchen Situationen manchmal unerwartet Hilfe kommt.
In die Hochzeitsgesellschaft gelangte die Information, dass kein Wein mehr da ist. Unter den Gästen befand sich Maria. Sie lief sofort zu Jesus, der die Diener anwies, alle Krüge mit Wasser zu füllen. Dann sollten sie einen Kelch holen und den Mundschenk probieren lassen. Niemand glaubte daran, dass hier ein Wunder geschehen und Wasser zu Wein werden konnte. Doch genau das geschah, und es gab den besten Wein, den man bislang gekostet hatte. Brautpaar und Gäste dankten Jesus und feierten fröhlich weiter. Die Lehrkräfte zogen Parallelen zu eigenen Erlebnissen der Kinder, in denen sie selbst Hilfe erfahren konnten.
Im Anschluss an das Rollenspiel fand ein Quiz statt, in dem das Erlebnis in Kana zusammengefasst wurde. Es gab auf jede Frage drei Antwortmöglichkeiten, von denen sich die Kinder dann für eine entscheiden müssten. Die Kinder waren sehr aufmerksam, was sich in den Antworten widerspiegelte. Dann wurden alle Wunder Jesu vorgestellt. Die Kinder erkannte, dass Jesus nichts unmöglich war, er auch heute für uns da ist und manches Wunder bewirken kann. In dem Lied “Lasst uns miteinander singen, loben, danken dem Herrn” brachten alle ihren Dank zum Ausdruck.
"Was er euch sagt, das tut"
Nach einem stillen Moment und dem gemeinsamen Lied “Wir feiern heut ein Fest” begann der Gottesdienst mit dem Bibelwort aus Johannes 2,5: “Was er euch sagt, das tut!” Priester Bahr erläuterte einleitend, dass wir dankbar sind, dass Jesus vor über 2.000 Jahren auf die Erde kam. Der Prophet Jesaja wies lange zuvor darauf hin, dass Jesus kommt und ein Freudenfest mit Wein feiern werde. Dies war ein Hinweis auf das erste Wunder Jesu und dass die Zeit der Freude kommt.
Jesus hat rund 600 Liter Wasser, also ungefähr sechs gefüllte Badewannen, zu Wein gemacht. Die Diener hörten auf das, was Jesus sagte, mussten zum Brunnen laufen und ihre Krüge mit Wasser füllen, was lange gedauert hat. Aber sie taten es, und Jesus hat durch das Wunder ein Zeichen gesetzt. Auch heute sagt er uns “Bete und arbeite”. Der liebe Gott hilft, wenn wir beten und unseren Teil beitragen. Der Priester zog einen Vergleich zu einem Ruderboot, in dem man nur in eine Richtung rudert, was dazu führt, dass man sich im Kreis dreht und nicht vorwärtskommt. Die Kinder lernten, dass beides wichtig ist, das Beten und z.B. das Lernen. Der Priester erklärte den Kindern, dass es auch wichtig ist, für andere zu beten und immer Hilfe über den Herrn Jesus anzufragen. Er wünschte den Kindern viele Gebetserhörungen und den Segen Gottes.
Priester Körner leitete zum Heiligen Abendmahl über. Das Brautpaar bei der Hochzeit zu Kana hat sich vielleicht dafür geschämt, weil es einen Fehler gemacht und zu wenig Wein gekauft hat. Aber es kam Hilfe vom Herrn Jesus. Auch wir sollen uns hinterfragen, denn wenn man einen Fehler gemacht hat und diesen bereut, nimmt der liebe Gott diesen im Abendmahl weg, und wir ziehen viel Kraft daraus. Die Kinder erkennen, dass das Abendmahl auch ein Wunder ist.
Nach Abschluss des Gottesdienstes mit Gebet fand noch ein gemeinsamer Imbiss statt.
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