Die Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren waren am Sonntag, dem 23. Juni 2019 zu einem Kindergottesdienst ("KiGo 6-9") in die Gemeinde Rüttenscheid eingeladen.
Nach einem gemeinsamen Eingangsgebet wurden die Kinder bei ihren Namen gerufen. Gott kennt alle unsere Namen. Wir können ihn im Gebet rufen. Das kann so leise sein, dass keiner es hört. Aber Gott wird es hören. Auch Gott kann uns rufen. So erklärten es Carmen Makowski und Priester Klaus Kienast, die durch die vorbereitende Sonntagsschule führten.
Grundlage der Sonntagsschule war die Begegnung von Elia und Elisa, die den Kindern in einem Rollenspiel vermittelt wurde. Elisa arbeitete auf dem Feld. Der Prophet Elia kam hinzu. Man konnte ihn an seinem Prophetenmantel erkennen. Er übergab Elisa seinen Mantel und machte ihn somit zu seinem Nachfolger. Elisa folgte dem Ruf Gottes und begleitete Elia.
Um den Kindern ein Gefühl dafür zu geben, wie es ist, gerufen zu werden, ohne zu wissen, was auf einen zukommt, wurde ein Hindernisparcour aufgebaut. Die Kinder bildeten Zweierteams. Ein Kind bekam jeweils die Augen verbunden und wurde durch Zuruf durch den Parcour geleitet. Um den Weg sicher bewältigen zu können, musste dem Ruf genau Folge geleistet werden. Dafür war Vertrauen in den Teampartner nötig.
Den Ruf hören
Dem anschließenden Gottesdienst lag ein Bibelwort aus Jesaja 43,1 zugrunde: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!"
Priester Kienast erläuterte, dass der Stammapostel und die Apostel die Amtsträger zum Dienst rufen. Etwa 800 Jahre vor Christi Geburt wurde Elisa durch Elia zum Propheten berufen. Dies geschah, indem er ihm seinen Mantel übergab. Heute erkennt man einen Richter an seiner Robe oder einen Feuerwehrmann an seinem Anzug. Einen Propheten konnte man an seinem Mantel erkennen.
Es ist wichtig, auf ein Rufen zu hören und gegebenenfalls auch zu antworten, so Priester Kienast. Wenn Eltern ihre Kinder rufen, haben sie einen Grund. Priester Kienast berichtete von einem Erlebnis, von dem er vor langer Zeit gehört hatte. Ein Kind spielte auf einem Hof. Unmittelbar hinter dem Kind befand sich eine alte Mauer. Die Mutter rief das Kind und es kam sofort zu ihr. In diesem Moment stürzte die Mauer ein. Die Mutter hatte die Gefahr erkannt. Das Kind wurde bewahrt, weil es sofort dem Ruf der Mutter gefolgt war.
Im Gebet können wir Gott anrufen. Eine Antwort können wir in dem Moment nicht hören. Wir müssen darauf vertrauen, dass Gott uns hört. Gott kann nicht immer alle unsere Wünsche erfüllen. Das heißt nicht, dass er uns nicht hört, betonte Priester Kienast. Wir können auch für andere, zum Beispiel Kranke beten und somit für sie um Hilfe rufen.
Die Kinder feierten gemeinsam das heilige Abendmahl und sangen dazu das Lied „Gottes Liebe ist so wunderbar“.
Nach dem Schlussgebet endete der Kindergottesdienst mit einem kleinen Imbiss.
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