Einen in mehrfacher Hinsicht besonderen Gottesdienst erlebte die Gemeinde Borbeck am Sonntag, den 24. Juni 2018. Einem Kind wurde das Sakrament der Heiligen Wassertaufe gespendet. Der Vater des Kindes wurde in die Gemeinde aufgenommen. Zudem wurde der Gottesdienst für Entschlafene, der am Sonntag, den 1. Juli 2018 stattfand, vorbereitet.
Bezirksevangelist Bernd Garstka eröffnete seine Predigt mit dem Bibelwort aus Lukas 15,6 und 7:
„Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.“
Jesus, der gute Hirte
Zu Beginn des Gottesdienstes sang der Chor das Lied „Neunundneunzig Schafe“. In diesem Lied wird der gute Hirte Jesus Christus besungen. In seinen Ausführungen stellte der Bezirksevangelist heraus, dass Jesus Christus „guter Hirte“ genannt werde, und ging damit auf den Text des vorgetragenen Chorliedes ein. Er führte weiterhin aus, dass die Freude, die im Himmel über einen bußfertigen Sünder herrsche, durch die Gnade Gottes auch im Hier und Jetzt erlebbar werden könne. Zudem ging er auf die Besonderheiten des Heils durch Jesus Christus ein: Die Gnade Jesus Christus wirke unter den lebenden Menschen, aber auch im Jenseits für Verstorbene gleichermaßen.
Priester Wolfgang Schubert ergänzte die Predigt des Bezirksevangelistn. Er ging dabei auf das Bibelwort des Gottesdienstes ein und stellte heraus, dass ein guter Hirte seine Schafe individuell kenne und dass er in der Lage sei, intuitiv zu merken, wenn eines fehle. In diesem Zusammenhang sei auch der gute Hirte Jesus Christus zu sehen: Er merke wenn ein Mensch sich von ihm abwendet. Ihm sei eine jede unsterbliche Seele wichtig. Er gebe niemanden verloren, wie ein guter Hirte kein Schaf verloren gebe, so die Ausführungen des Priesters.
Taufe und Aufnahme
Im Anschluss an die Predigt wurde das Sakrament der Heiligen Wassertaufe an dem Täufling Quinn Oliver vollzogen. Mit diesem Sakrament wird die Erbsünde, begründet im Sündenfall Adams und Evas, von dem zu taufenden Menschen hinweggenommen. Bezirksevangelist Garstka gab den Eltern und dem Kind einen Taufspruch aus Jesaja 43,1 mit auf den Weg: „ Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“
Im Anschluss daran wurde der Vater des Kindes in die Gemeinde aufgenommen. Er erklärte vor der Gemeinde seine Bereitschaft, sich zum neuapostolischen Glauben zu bekennen. Daran anschließend wurde er durch den Bezirksevangelisten herzlich in der Gemeinde Borbeck willkommen geheißen. Zum Geleit gab der Dienstleiter dem neuen Gemeindemitglied ein Bibelwort aus Psalm 25,10 mit auf den Weg: „Die Wege des Herrn sind lauter Güte und Treue für alle, die seinen Bund und seine Gebote halten.“ Mit der Aufnahme geht der dauerhafte Zugang zum Sakrament des Heiligen Abendmahls und zu den Segnungen im Haus Gottes einher.
Anschließend feierte die Gemeinde gemeinsam das Heilige Abendmahl. Nach dem Schlusssegen sang die Gemeinde das bekannte Kinderlied „Weil ich Jesu Schäflein bin“ und brachte auf diese Weise ihre Freude über den Zuwachs in der Gemeinde zum Ausdruck. Nach dem Gottesdienst wurden den Eltern und dem Kind Gratulationen von der Familie, Freunden und Gemeindemitgliedern entgegen gebracht.
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