„Jesus erfülle mein Herze mit Freude”. Mit diesem Lied eröffnete der Chor den besonderen Gottesdienst am Sonntag, den 14. Februar 2016 in der Gemeinde Borbeck. Ben Elias empfing das Sakrament der Heiligen Wassertaufe.
Priester Wolfgang Schubert begann seine Predigt mit dem Hinweis auf die Textzeile aus dem Chorlied: „Du bist die Quelle, o spende mir heute Wasser des Lebens”. Er bezog das Wasser auf die Heilige Wassertaufe, die das innige Verhältnis zu Gott schaffe und die Grundlage des Christwerdens sei. Auch Jesus wurde mit Wasser getauft. Auch er symbolisierte damit den Bund des innigen Verhältnisses zu Gott. Wie viel mehr soll das für uns gelten?, so Priester Schubert.
Der Bund mit Gott gibt Kraft
Was bedeutet denn dieser Bund mit Gott? Die Frage lasse sich leicht beantworten: „Plage Dich nicht um die täglichen Dinge”, so die Antwort des Priesters. Ben Elias tue das auch nicht. Warum tun kleine Kinder das nicht? Es sei das Urvertrauen in die Eltern, das Gott in die Menschen gelegt habe. Dieses werde weniger, sobald der Verstand verstärkt eingesetzt werde. Wir fangen an, Dinge zu hinterfragen und bekommen vielleicht nicht die Antworten, die wir haben wollen. Dahinter stehe auch eine Macht, die versuche, den Menschen von Gott zu trennen. Und das gelinge immer besser.
Der Grund hierfür sei die Erbsünde, die der Mensch seit dem ersten Sündenfall mit sich herum trage. Mit der Heiligen Wassertaufe werde die Erbsünde abgewaschen. Es sei der Beginn eines Menschen in seiner Beziehung zu Gott, der Start einer Zeitspanne, die mit der Wiederkunft des Herrn Jesus ein Ende finde. In dieser Zeit sei jeder Mensch selbst dafür verantwortlich, was mit ihm passiere. Das gelte auch für Ben Elias. Er selbst entscheide, was er aus seinen Möglichkeiten mache. Das tägliche Sorgen um den Arbeitsplatz, die Finanzen, die Gesundheit oder vieles mehr könne einen “auffressen” und den Blick auf Gott verblassen lassen. Doch der Herr schicke immer rechtzeitig einen “Engel”, der Hilfe anbiete. Sie müsse nur ergriffen werden. Das Verhältnis zu Gott könne Frieden und Ruhe schaffen. Und es könne Kraft geben, so Priester Schubert.
“Rezepte” für den Umgang mit Gottes Angeboten
Gott habe einen Plan, einmal global für alle, einmal für jeden Einzelnen – auch für Ben Elias. Und Gott verfolge seinen Plan, ob der Mensch daran glaube oder nicht. Aber es gebe Rezepte für die Hilfe. Allein in den Psalmen seien viele davon zu finden. So sprechen Psalm 23 und 27 vom Herrn als Hirte sowie als Licht und Heil: „Der Herr ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln.” Und „Der Herr ist mein Licht und mein Heil. Vor wem sollte ich mich fürchten?”. „Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn. Er wird es wohl machen” (Psalm 37) und „Dennoch bleibe ich stets an dir” (Psalm 73) seien weitere „Rezepte“.
Priester Volker Barez stellte in seinem Predigtbeitrag die Frage, was es den Menschen möglich mache, überhaupt “ja” zu Gott zu sagen. Es sei die Antwort auf die Frage: “Was bleibt?” Es sei die schützende Hand Gottes, die bleibe, auch im Leben von Ben Elias.
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