Fünf Kinder empfingen den Heiligen Geist im Gottesdienst, den Bezirksapostel Rainer Storck am Sonntagnachmittag, den 14. Februar 2016 für die Gemeinden Rüttenscheid und Frohnhausen hielt.
Bezirksapostel Storck leitete seine Predigt mit einem besonderen Wunsch für die Glaubensgeschwister ein. Der Liedvers „Meiner Seele Schwingen machst du wieder frei...“ verdeutliche das Bild eines Adlers, der mit gebundenen Flügeln ein trauriges Bild abgebe und nicht richtig leben könne. Wenn aber die Bindung gelöst werde, könne der Adler seine Flügel wieder ausbreiten und sei dann ein Bild der Souveränität, Leichtigkeit und Erhabenheit. Bezirksapostel Storck formulierte den Wunsch, dass die Glaubensgeschwister in Lebenssituationen, in denen keine Lösung erkennbar sei, nicht vergessen, dass Gott alle Bindungen lösen und den Druck von uns nehmen könne. Die Seele werde dann wieder frei, und wir seien in der Lage, anders mit den Verhältnissen umzugehen.
Gottes Segen
Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus 1. Mose 32,27: „Und er sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an. Aber Jakob antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.“ Bezirksapostel Storck ordnete dieses Wort zunächst in den biblischen Kontext ein und erinnerte an einige Stationen aus dem bewegten Leben von Jakob. Nachdem Jakob sich den Erstgeburtssegen von seinem Bruder Esau erkauft und danach für viele Jahre seine Heimat verlassen hatte, trat Gott erneut in sein Leben und sagte ihm, dass er zurück in seine Heimat gehen solle. Dort fast angekommen, kam es zu dem Kampf mit einem unbekannten Mann, in dem Jakob etwas Göttliches erkannte und den er daher um seinen Segen bat.
Bezirksapostel Storck übertrug diese biblische Begebenheit auf unser Leben. Auch uns Menschen begegne in unserem Leben häufig Unbekanntes – Krankheiten, Schicksalsschläge, Enttäuschungen. Wir können dann aber erleben, dass Gott im Spiel sei, dass wir dadurch auch in schwierigen Situationen treu bleiben und Gott letztlich um seinen Segen bitten können. Dieser Segen könne sein, Gottes Nähe zu erleben, die Erfahrung, Gnade und Versöhnung zu empfangen und immer wieder aufstehen zu können. Wie Jakob als Stammvater für das Volk Israel können wir dann auch in unserem Christsein ein Segen für viele andere sein.
Bezirksevangelist Holger Stramka aus Gelsenkirchen und Priester Dirk Makowski, Vorsteher der Gemeinde Rellinghausen, griffen in ihren Predigtbeiträgen das Bild des Adlers auf. Unsere „Schwingen“ werden frei, wenn wir im Gottesdienst Gottes Nähe erleben und den Trost empfingen, dass Gott da ist, so der Bezirksevangelist.
Nähe Gottes
In seiner Ansprache zur Heiligen Versiegelung erläuterte Bezirksapostel Storck, dass jedes Kind eine unsterbliche Seele habe, die mehr wolle als das irdische Leben. Sie suche die Nähe Gottes und rufe nach seinem Segen. Es sei daher die Entscheidung und Verantwortung der Eltern, dem Wunsch der Seele des Kindes nachzugeben und es in die Nähe Gottes zu bringen. Anschließend spendete der Bezirksapostel den fünf Kindern die Gabe des Heiligen Geistes.
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