Am Sonntag, den 19.04.2026, fand in der Gemeinde Essen-Altenessen ein Gottesdienst statt, zu dem auch die Gemeinde der Hörgeschädigten in NRW eingeladen war. Den Gottesdienst feierte Hirte Graffenberger mit den Anwesenden.
Ein wesentliches Merkmal war, dass die vorgetragene Predigt parallel in Lautsprache begleitende Gebärden übersetzt wurde, sodass alle Anwesenden die Inhalte unmittelbar miterleben konnten. Auch der Predigtbeitrag von Priester Kerwien, Gemeindevorsteher in Altenessen, wurde durch einen weiteren Priester in die Gebärdensprache übersetzt.
Grundlage des Gottesdienstes war das Wort aus dem Evangelium nach Lukas 8,16: „Niemand aber zündet ein Licht an und bedeckt es mit einem Gefäß oder setzt es unter eine Bank; sondern er setzt es auf einen Leuchter, auf dass, wer hineingeht, das Licht sehe.“
Schon das Eingangslied „Licht, das in die Welt gekommen“ griff dieses Thema auf. Der Gemeindechor gestaltete gemeinsam mit dem Gebärdenchor die musikalischen Beiträge und schuf so eine eindrucksvolle Verbindung von Klang und sichtbarem Ausdruck.
Trägst du das Licht?
In der Predigt stellte Hirte Graffenberger das Bild des Lichtes in den Mittelpunkt: Licht schenkt Orientierung und Sicherheit – im Dunkeln hingegen fehlt beides. Dieses Licht wirke heute durch den Heiligen Geist und solle auch in unserem Leben sichtbar werden.
Am Beispiel von Mose wurde deutlich, dass die Begegnung mit Gott Spuren hinterlässt – die Frage sei, ob auch wir nach einem Gottesdienst als Lichtträger erkennbar sind. Dabei gehe es nicht darum, sich selbst in den Vordergrund zu stellen, sondern das Licht im Alltag durch gelebten Glauben weiterzugeben.
Die weiteren Predigtbeiträge machten diesen Gedanken anschaulich: Wie eine Lampe immer wieder aufgeladen werden muss, braucht auch unser Glaube die regelmäßige Stärkung durch Gottes Wort. Und wie eine Leuchte gereinigt wird, wenn sie trübe geworden ist, so geschieht auch im Glauben Erneuerung – besonders durch Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl. Ein prägnanter Gedanke blieb dabei besonders im Herzen: Nicht über die Dunkelheit klagen, sondern selbst für Licht sorgen.
Nach dem Bußlied erlebte die Gemeinde die Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahls in großer innerer Verbundenheit. Der Gottesdienst fand mit gemeinsamem Gesang von Chor, Gebärdenchor und Gemeinde einen feierlichen Abschluss.
Beim anschließenden Brunch setzte sich das schöne Miteinander fort. In Gebärden- und Lautsprache entstand ein lebendiger Austausch, getragen von Offenheit, Freude und Gemeinschaft.
Hörgeschädigte
Hörgeschädigte Gemeindemitglieder genießen in der Neuapostolischen Kirche schon seit mehr als fünfzig Jahren eine spezielle seelsorgerische Zuwendung. Sie sind einerseits in ihren örtlichen Gemeinden zuhause, machen andererseits aber in ihrer Gesamtheit eine eigene Gemeinde aus, die von einem Gemeindevorsteher und weiteren Priestern und Diakonen betreut wird. Etwa alle sechs Wochen wird ein Gottesdienst für Hörgeschädigte an wechselnden Orten angeboten.
Alle Gottesdienste für Hörgeschädigte werden in Lautsprache begleitender Gebärdensprache (LBG) durchgeführt. Das deutlich und langsam ausgesprochene Wort wird durch entsprechende, standardisierte Gebärden begleitet. Das Verstehen der gebärdeten Gesten und das vom Munde abzulesende Wort bilden die Grundlage der Kommunikation. So ist es möglich, dass auch nicht hörgeschädigte Angehörige und betreuende Begleiter an diesen Gottesdiensten teilnehmen können.
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