Nachdem die Gemeinden Gelsenkirchen-Ückendorf und Gelsenkirchen-Mitte die Gottesdienste seit nunmehr zwei Jahren gemeinsam erleben, wurden sie im Gottesdienst am Sonntag, 22. März 2026 durch Apostel Thorsten Zisowski zusammengeführt. Die neue Gemeinde heißt Gelsenkirchen mit Standort an der Wanner Straße 50.
Wie aus den vorgelesenen Kurzchroniken hervorging, blicken beide Gemeinden auf eine lange Tradition zurück. Die Gemeinde Ückendorf wurde 1910, die Gemeinde Gelsenkirchen-Mitte 1897 gegründet. Diese Traditionen sollen jedoch nicht aufgegeben werden, so der Apostel, sondern daraus soll Neues entstehen. Er verglich die Situation mit der Form des Buchstabens Ypsilon, bei dem zwei Linien an einem bestimmten Punkt aufeinandertreffen, um zu einer gemeinsamen Linie vereint zu werden.
Als Leitgedanken für die Zukunft der neuen Gemeinde empfahl Apostel Zisowski Vers 35, Kapitel 13 aus dem Evangelium des Johannes: „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“
Verrücke nicht uralte Grenzen
Der nachfolgenden Predigt lag das Bibelwort aus Sprüche 23, Anfang Vers 10 zugrunde: „Verrücke nicht uralte Grenzen.“ Das Buch Josua berichtet über die Aufteilung der Gebiete unter den Stämmen Israels. Bereits zur damaligen Zeit galt die Versetzung von Grenzsteinen zum eigenen Vorteil als Straftat. Auf die heutige Zeit bezogen sind damit nicht Neuerungen oder Änderungen in der Kirche Christi gemeint. Der Hinweis bezieht sich auf das Evangelium, dessen Grenzen niemals verrückt werden dürfen.
„Evangelium ist Nachfolge. Geh mal wieder eine paar Schritte mit Jesus. Hör ihm zu“, riet der Apostel, „Dann wird das Herz berührt und du fühlst die Begegnung mit einer anderen Dimension.“ Des Weiteren gehören zu den uralten Grenzen die Opferbereitschaft und der Gemeinschaftsgedanke, der für die neue Gemeinde wichtig sei, fuhr der Apostel fort. Auch sollen Altlasten nicht mit in die neue Gemeinde genommen werden. Dann wird die Gemeinde den Segen Gottes erleben und ihr geistiges Zuhause finden.
Neubeginn
Die bisherigen Vorsteher Jörg Wiek, Gelsenkirchen-Mitte und Stefan Florian, Gelsenkirchen-Ückendorf erwähnten in ihren Predigtbeiträgen, dass Grenzen auch Sicherheit böten. Eine Ausdehnung dieser berge jedoch Gefahren. Im Hinblick auf die neue Gemeinde bestünde nun die Chance alte Gräben zu vergessen und einen Neuanfang zu wagen.
Im Anschluss bereitete Bezirksvorsteher Tobias Branz aus dem Bezirk Niederrhein in seiner Co-Predigt auf die Feier des Heiligen Abendmahls vor.
Danach bestätigte Apostel Zisowski die Amtsaufträge der Priester und Diakone beider Gemeinden. Neu hinzu kommt ein Diakon aus dem Bezirk Castrop-Rauxel. Vor dem Gottesdienst wurden bereits die Priester i. R. für ihre Aufgaben im Bereich Krankenbedienung bestätigt.
Danksagung
Apostel Zisowski bestätigte den beiden bisherigen Vorstehern ein untadeliges „Neuapostolisches Format“, frei von Eitelkeit im Herzen. Er sprach seinen Dank und seine Wertschätzung für die vielen Jahre der Gemeindeführung aus.
Neuer Vorsteher
Priester Steffen Branz aus der Gemeinde Gelsenkirchen-Rotthausen wurde als neuer Gemeindeleiter für die Gemeinde Gelsenkirchen beauftragt. Der Apostel sicherte ihm die Unterstützung der Bezirksleitung zu. Außerdem stünden ihm die bisherigen Vorsteher beider Gemeinden weiterhin zu Seite. Er riet ihm, sich ausreichend Zeit bei zukünftigen Entscheidungen zu nehmen.
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