Neues Jahr, neues Glück? Neuanfang und gute Vorsätze? Diese und noch weitere Begriffe fielen im ersten Gottesdienst für die zehn- bis 14-jährigen Kinder des Bezirkes Ruhr-Mitte, welcher am Sonntag, dem 25. Januar 2026, in Gelsenkirchen-Ückendorf stattfand. Dabei zog sich die Zusage Gottes "Siehe, ich mache alles neu" als roter Faden durch den Kindergottesdienst.
Viele Menschen nehmen sich zum Anfang eines neuen Jahres gewisse Dinge vor und starten mit guten Vorsätzen in den neuen Zeitabschnitt. Dass so manche Dinge hin und wieder einen Neustart nötig haben, erarbeiteten die Kinder in diesem Gottesdienst zusammen mit Priester Holger Zepper. Der Trott des Alltags, eingefahrene Dinge, Bequemlichkeit - das sind nur drei Umstände, bei denen manchmal ein Neustart die beste Option ist.
Aber dann sind da auch Dinge, wie zum Beispiel Beziehungen zu Freunden oder Mitmenschen, die sich vielleicht nicht in die richtige Richtung entwickelt haben. Die Motivation und den Mut aufzubringen, dies anzupacken und eine positive Veränderung herbeizuführen -auch dies war Thema in diesem Gottesdienst.
Eine Zeitreise
Warum wir als Christen und gläubige Menschen aufgefordert sind, hin und wieder mal einen Neustart zu wagen und den Willen aufbringen sollten, etwas positiv zu verändern, schilderte Priester Zepper anhand der Zusage Gottes, alles neu zu machen. Um dies zu verstehen, nahm der Amtsträger die Kinder mit auf eine Zeitreise zurück in die Zeit 60/70 nach Christus: Die gesamte Region war immer noch von den Römern besetzt und der damalige Kaiser sah sich nicht nur als ein solcher, sondern auch als Gott und übte so viel Druck auf die Bevölkerung aus. Hinzu kamen viele falsche Propheten, die meinten, ihre Lehraussagen seien die richtigen. Und auch in den ersten christlichen Gemeinden lief es nicht rund, da die unterschiedlichen Prägungen der Gemeindemitglieder zu Unstimmigkeiten führten. Und dann wurde auch noch der Tempel in Jerusalem zerstört…
Siehe, ich mache alles neu
In all diesem Chaos gewährte Gott Johannes Einblick in das, was kommen wird. Wir finden diesen Blick in die Zukunft in der Offenbarung des Johannes. Und am Ende dokumentiert der Apostel im 21. Kapitel die Aussage: "Sieh, ich mache alles neu."
Die Zusage gilt weiterhin und fordert auch uns auf, nicht untätig zu sein und auf das zu warten, was Gott neu machen wird. Zusammen mit Gott zu beginnen, gewisse Dinge neu anzugehen und positiv verändern zu wollen, dies stand am Ende des Gottesdienstes anhand von persönlichen und individuellen Zielen der Kinder auf einer Karte – samt der Losung für 2026.
Beruhigend dabei: Gott schaut nicht auf das Ergebnis und ob das Ziel zufriedenstellend erreicht worden ist. Der Weg dorthin, das Bemühen und der Wille - das ist es, was Gott nicht nur sieht, sondern auch begleitet.
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