Jetzt beginnt sie wieder, die siebenwöchige Fastenzeit, in der sich viele Menschen freiwillig einschränken und Verzicht üben. Oft steht die gesündere Ernährung, die Reduzierung von Internet- und Mediennutzung, oder das mehr Sport treiben ganz oben auf der Liste.
Vielleicht ist die kirchliche Initiative etwas für dich, welche wir in den kommenden 7 Wochen hier veröffentlichen. Da wird es um dich und Gott gehen. Es wird die Schöpfung und du als Christ im Focus stehen, als Beauftragter zur Bewahrung der Schöpfung.
So viel du brauchst.
Das richtige Maß! So viel du brauchst - so viel würde die Erde für alle Menschen bereithalten. Aber so lange wir gern Dinge im Überfluss und doppelt und dreifach besitzen und konsumieren möchten, brauchen wir drei Erden für unsere Lebensweise. Die erste Woche des Klimafastens fällt deshalb unter die Überschrift: Das richtige Maß.
Gott sorgt sich um sein Volk
Es ist genug da für jeden für alle Tage! Gott sorgt sich um sein Volk! Das ist die Grundbotschaft hinter der Erzählung in 2. Mose 16: Das Volk Israel war erfolgreich aus Ägypten geflohen. Das Schilfmeer war durchschritten, ohne dass die Ägypter die Israeliten aufhalten konnten. Nun wartete die Wüste darauf, durchquert zu werden. Der Boden war hier weniger fruchtbar, die Reise wurde zusehends mühseliger. Da breitete sich bei den Israeliten Frust aus. "Wären wir doch in Ägypten geblieben, wo wir es bequem hatten, wo es jeden Tag genug zu essen gab!" Die Unfreiheit und die tägliche Unterdrückung durch die Ägypter schienen schon vergessen. Gott hörte das Murren seines Volkes. Er schickte als Nahrung jeden Morgen Manna vom Himmel und am Abend sogar Wachteln. Von dem Manna sollten die Israeliten nur so viel sammeln, wie sie für jeden Tag benötigten. Lediglich am sechsten Tag sollten sie für zwei Tage Vorräte anlegen, damit sie am siebten Tag den von Gott gebotenen Feiertag einhalten konnten. Einige Israeliten hielten sich jedoch nicht an Gottes Gebot. Sie sammelten mehr als den Bedarf eines Tages, bzw. ließen am Abend Manna übrig. Sie mussten dann feststellen, dass die Nahrung am nächsten Morgen schlecht geworden war.
Es ist genug da für jeden Tag! Keiner muss Reichtum horten, keiner muss aus Angst, nicht genug zu bekommen, Vorräte ansammeln, die er nicht nutzen kann. Wenn wir teilen, ist genug für alle da.
Möge Gott uns das richtige Maß finden lassen bei allem, was wir der guten Schöpfung an Ressourcen entnehmen.
In dieser Woche
Denke ich darüber nach, was ich für ein gutes, glückliches Leben brauche. Ich kaufe ich nicht das, was ich gerade haben möchte, sondern mache eine Wunschliste und überlege, ob ich das wirklich brauche. Ich könnte mich bei einer Nachbarschafts-App anmelden, über die ich Dinge wie Werkzeuge leihen, tauschen oder verschenken kann. Ich könnte eine Kleidertauschparty unter Freund*innen, im Kindergarten, in der Kirchengemeinde organisieren. Ich melde ich einen Verkaufsstand bei einem Flohmarkt an und entrümple meine Wohnung und suche ein Repaircafé in meiner Nähe und repariere dort meine defekten Geräte.
Wochenthemen
Woche 2 - Andere Ernährung: Wie kann man eine ausgewogene Ernährung für die ganze Welt erreichen, ohne die Umwelt weiterhin dafür zu zerstören?
Woche 3 - Energie-Bewusstsein: Rund die Hälfte der Emissionen fällt allein bei der Strom- und Wärmeerzeugung an. Höchste Zeit, das zu ändern.
Woche 4 - Neue Mobilität: Im Bereich Mobilität können wir als Individuen den Klimaschutz gut voranbringen.
Woche 5 - Finanzen und Politik: Sparen, Anlegen, Vorsorgen, Versichern - jede finanzielle Entscheidung, die wir treffen, hat Auswirkungen auf unser Klima.
Woche 6 - Lokales Handeln: Auch Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen sind aufgerufen, klimagerecht zu handeln, um so die Weichen für eine lebenswerte Zukunft zu stellen.
Woche 7 - Nachhaltige Veränderungen: Was kann ich in meinem Leben, meinem Ort und meiner Gemeinde nachhaltig verändern?
Mehr Informationen zum Klimafasten klimafasten.de, bei Facebook www.facebook.com/sovieldubrauchst, auf Instagram www.instagram.com/sovieldubrauchst.
13. Februar 2024
Text:
Holger Zepper
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