Den Gottesdienst am Mittwoch, 29. November 2023 erlebten rund 200 Gottesdienstteilnehmer aus den Gemeinden Essen-Schonnebeck, Rotthausen, Ückendorf und Gelsenkirchen-Mitte gemeinsam mit Apostel Thorsten Zisowski. Es war der letzte Gottesdienst in diesem Kirchenjahr.
Der Vortrag des Chorliedes „Das Gotteshaus ist unsre Lust“ inspirierte den Apostel zu der Frage: Ist das noch so? Freue ich mich immer noch über die, die mir sagen, lasst uns in das Haus des Herrn gehen?
Lust oder Last?
Der Austausch eines einzigen Buchstabens verändert nicht nur die Bedeutung des Wortes Lust, sondern zeigt wie schnell sich das Leben ändern kann. Plötzlich wird durch Überforderung oder bestimmte Lebenseinschnitte aus Freude Belastung. Trotzdem soll die Lust am Gotteshaus weiterhin eine Quelle der Kraft sein.
Der Heiland der Welt
Das Wort aus dem 1. Johannesbrief 4, 14: „Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.“ war für die damaligen Empfänger wichtig, um ihnen zu zeigen, dass keine Gottheit oder übernatürliche Person auf die Welt gekommen war, sondern ein wahrer Mensch, Gottes Sohn. Jesus Christus ist als Heiland und Heilsbringer für alle Menschen gekommen. Er grenzt niemanden aus, schaut nicht auf Herkunft, Stand oder Hautfarbe. Schon damals wandte er sich Menschen zu, die von der Gesellschaft abgelehnt wurden. Die Bibel überliefert nicht alles, aber Jesus schien ein besonderes Talent gehabt zu haben, vermeintlichen Außenseitern den Weg des Heils aufzuzeigen. Auch wir sind aufgefordert diesen Weg zu gehen. Es ist nicht der Weg eines perfekten Lebens. Wenn das die Botschaft des Evangeliums wäre, könnten wir den Weg auf der Stelle abbrechen. Der Weg des Heils ist der Weg der Gnade. Er ist keine Alternative, sondern absolut. Jesus Christus ist der Weg; niemand kommt ohne ihn zu Gott.
Im letzten Predigtbeitrag vor seiner Ruhesetzung, wies Priester Ralf Körner darauf hin, dass nicht nur die Lust am Gotteshaus, sondern auch die Lust am Gottesdienst Voraussetzung ist, um Gnade zu empfangen.
Versiegelung - Meine Schafe hören meine Stimme
In seiner Ansprache zur Versiegelung versicherte der Apostel den Eltern, dass ihre Kinder einen Platz in der Kirche und der Gemeinde haben werden, den ihnen niemand nehmen kann. Jesus hat die Zusage gegeben: Meine Schafe hören meine Stimme und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Anschließend spendete er den beiden Mädchen aus der Gemeinde Essen-Schonnebeck das Sakrament der Heiligen Versiegelung.
Ruhesetzung
Priester Ralf Körner aus der Gemeinde Essen-Schonnebeck und Diakon Heino Galla aus der Gemeinde Gelsenkirchen-Resse wurden von Apostel Zisowski zunächst am Altar willkommen geheißen: „Ich wünsche euch, dass ihr noch einmal fühlt wie warm es in Gottes Nähe ist.“ so der Apostel. Er drückte seine besondere Wertschätzung und seinen Dank für jahrzehntelange Arbeit und Loyalität aus. Anschließend verabschiedete er beide Amtsträger in den Ruhestand.
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