Das Studio Essen des Westdeutschen Rundfunks (WDR) war Ziel eines Ausflugs der Senioren der Gemeinde Frintrop am Dienstag, dem 25. Juni 2019.
Zunächst war dieser Ausflug für die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde geplant. Da jedoch zwanzig Personen an der Führung teilnehmen konnten, durften sich auch einige jüngere Glaubensgeschwister anschließen. Rosi Witte, ebenfalls Frintroperin und ehemalige WDR-Mitarbeiterin, führte die Gruppe kompetent etwa zwei Stunden lang durch das Gebäude am III. Hagen in Essen.
Einblicke ins Ton- und Fernsehstudio
Nach einem Vorfilm konnten das Ton- und Fernsehstudio besichtigt werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sender standen bereitwillig Rede und Antwort. Sie zeigten sich in keiner Weise „genervt“ oder in ihrer Arbeit gestört. Natürlich konnte man den Moderator in seiner Sendung nur durch die Glasscheibe sehen. Und die rot leuchtenden Schilder mit der Aufschrift: „Ruhe, nicht eintreten“ waren nicht zu übersehen. Den Besucherinnen und Besuchern wurde schnell klar, dass Fernseh- und Rundfunksendungen immer unter Zeitdruck produziert werden. Und das täglich. Ein sekundengenaues Sprechen und Einspielen der vorgefertigten Beiträge sind erforderlich. Natürlich hat das digitale Zeitalter längst Einzug gehalten. Man spricht zwar von Filmen; diese werden jedoch digital aufgezeichnet. "Und auch der Ton kommt nicht mehr vom Tonband.", so die Erklärung eines Mitarbeiters. Die Tonbandmaschine gibt es zwar noch, wird aber nicht mehr genutzt.
Der Westdeutsche Rundfunk hat elf Lokalzeit-Studios die von Aachen bis Wuppertal verteilt sind. Aus Essen wird die Lokalzeit Ruhr von 19:30 bis 20:00 Uhr ausgestrahlt. "Die einzelnen Lokalzeiten haben zusammen mehr Zuschauer als die ARD-Tagesschau um 20:00 Uhr.", berichtete Rosi Witte.
Beeindruckt zeigten sich die Besucher auch von einem alten Brunnen, der seinerzeit bei Ausschachtarbeiten entdeckt wurde. Und weil der ehemalige Chef ein Hobby-Archäologe war, ließ er den Brunnen mit eine Glasplatte abdecken, der somit der Nachwelt erhalten geblieben ist.
Nach dem WDR-Besuch konnte die Gruppe noch Kaffee und Kuchen im nahegelegenen Restaurant „Church“ genießen. Und weil es mit 35 Grad im Schatten der heißeste Tag des Jahres war, gab es auch Bier oder Saft zum Abkühlen.
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