Priester Marc Bahr leitete den Gottesdienst für sechs- bis neunjährige Kinder am Sonntag, den 19. Februar 2017 in der Gemeinde Rüttenscheid.
Grundlage war das Bibelwort aus Jona 2,1: „Aber der Herr ließ einen großen Fisch kommen, Jona zu verschlingen. Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte.“ Die Botschaft des Gottesdienstes war: Du kannst vor Gott nicht weglaufen, er ist dir immer nah. Zu der biblischen Begebenheit wurde nach dem Eintreffen der Kinder zunächst aus Moosgummi Jona im Fisch gebastelt.
Der Auftrag
In der vorbereitenden Sonntagschule wurde ein Puppenspiel aufgeführt, in der die Geschichte von Jona erzählt wurde. Jona erhielt von Gott den Auftrag, in die Stadt Ninive zu gehen und die Menschen dort zu einem besseren Lebenswandel aufzufordern, da sie böse waren. Aber Jona dachte gar nicht daran. Er ging ans Meer zum Hafen und ließ sich von einem Schiff mitnehmen. Kaum war das Schiff auf dem Meer, setzte ein so starker Sturm ein, dass die Seeleute meinten, sie würden untergehen. Sie warfen schon ihre Ladung über Bord und beteten zu ihren Göttern, bis sie endlich den schlafenden Jona fanden und weckten: „Los, wach auf, bete zu deinem Gott, dass wir nicht untergehen!“ Jona rief: „Werft mich über Bord, ich bin Schuld, dass es euch hier so schlecht ergeht! Ich bin vor dem Herrn geflohen, weil er mir einen Auftrag gab, den ich nicht erfüllen wollte.“ Und so warfen sie Jona über Bord und das Meer wurde sofort still.
Gott wollte nicht, dass Jona stirbt; er schickte einen großen Fisch, der Jona verschluckte. Als Jona erwachte, war es dunkel um ihn herum, stinkig, glitschig und eng. Da wurde ihm bewusst, dass er vor Gott weglaufen wollte, was aber nicht geht, weil Gott überall ist. Er betete zu Gott, dankte und lobpreiste seinen Namen und versprach, dass er nach Ninive gehen und zu den Menschen reden würde, wenn er errettet würde. Und der Fisch spie ihn an Land.
Die Kinder wirkten musikalisch unter großer Begeisterung mit, sie sangen: „Jona, Jona, auf nach Ninive, Jona, Jona hör auf Gott und geh!“ Im nachfolgenden Gespräch berichteten die Kinder, dass sie auch nicht immer die Aufträge, die sie von ihren Eltern oder Lehrern erhielten, erfüllen würden. Manchmal hätten sie sich sogar versteckt und konnten das Handeln des Jona gut verstehen.
Nähe Gottes
Im Gottesdienst erklärte Priester Marc Bahr, dass Jona, als er sich im Fischbauch befand, plötzlich Ruhe erlebte. Vorher war er in einer lauten Stadt mit vielen Menschen, er war innerlich aufgewühlt durch den Auftrag Gottes. Dann kam der Sturm mit lautem Getöse, und jetzt konnte er endlich in der Stille und der Dunkelheit des Fischbauches seine Gedanken ordnen. Er spürte, dass Gott ihm ganz nah war, als er zu ihm betete und ihm dankte.
Auch wir brauchen manchmal einen Ort, an dem es ganz still ist und wir dem lieben Gott unsere Sorgen anvertrauen können. Dann können wir seine Nähe in uns spüren. Ganz besonders können wir Gottes Nähe und seine Liebe zu uns im Heiligen Abendmahl erleben, so Priester Bahr.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Schlusssegen konnten sich die Kinder noch bei einem Imbiss stärken.
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