Ein Junge des Potts - Der neue Bezirksevangelist Bernd Garstka stellt sich vor
Mitte Dezember vergangenen Jahres ordinierte Bezirksapostel Rainer Storck den Vorsteher der Gemeinde Gelsenkirchen-Rotthausen, Hirte Bernd Garstka, zum Bezirksevangelisten für den Bezirk Essen. Trotz seiner neuen Aufgabe bleibt Bernd Garstka Gemeindevorsteher in Rotthausen. Im ersten Teil des Interviews stellen wir den Bezirksevangelisten vor. Teil 2 bringt Euch den Menschen Bernd Garstka ein wenig näher.
Lieber Bezirksevangelist, seit dem 15. Dezember bist Du neu in Deinem Amt und neu im Bezirk. Wie waren die ersten Tage?
Die Nachricht über die geplante Ordination kam für meine Frau und mich recht überraschend am 7. Dezember, nachdem unser Bezirksapostel einen Gottesdienst in unserer Gemeinde Gelsenkirchen-Rotthausen gehalten hat. Insofern haben wir insbesondere die Weihnachtsfeiertage dazu genutzt, um uns mit der neuen Aufgabe intensiver zu befassen. Zunächst empfand ich sehr großen Respekt davor in einen mir weitgehend unbekannten neuen Bezirk hinein zu kommen. Dann habe ich bereits erste Kontakte mit Glaubensgeschwistern aus dem Bezirk Essen gehabt, die mich sehr, sehr freundlich aufgenommen haben. Und so stehe ich jetzt mehr und mehr in einer freudigen Erwartung auf das, was in den kommenden Monaten passieren wird.
Du bist ja auch noch gleichzeitig Vorsteher der Gemeinde Gelsenkirchen-Rotthausen. Wie groß sind denn die „kulturellen Unterschiede“?
Ich bin 1985 aus dem Bochumer Bezirk nach Gelsenkirchen in die Gemeinde Rotthausen umgezogen. Auch da konnte man sicherlich von gewissen „kulturellen Unterschieden“ reden. Durch Bundeswehrzeit und beruflich bedingte Reisen habe ich außerdem einige weitere Gemeinden auch in anderen Ländern kennengelernt. Schließlich war mein erster Auftrag als Gemeindevorsteher auch in einer mir weitgehend unbekannten Gemeinde, in Bochum-Höntrop. Ich habe immer und in allen Gemeinden eine sehr herzliche Grundstimmung erlebt und genossen! Egal wie unterschiedlich manche Gepflogenheiten in den Gemeinden vielleicht waren, die Gemeinschaft in der Gemeinde-Familie war für mich einfach immer „zum Wohlfühlen“.
Diese Herzlichkeit habe ich auch in den bisher leider noch wenigen Gesprächen mit Essener Glaubensgeschwistern so empfunden. Da spielen dann für mich „kulturelle Unterschiede“ gar nicht mehr eine so große Rolle.
Der Bezirksapostel sagte bei Deiner Ordination, dass Du genau prüfen sollst, welche Mechanismen 1:1 übertragbar sind und welche nicht. Legt man da automatisch eine andere Sensibilität an den Tag als wenn man in seinem bekannten Umfeld arbeitet?
Sicherlich ist es so, dass ich überall jetzt „der Neue“ sein werde; und da ist es für mich selbstverständlich, dass ich zunächst einmal ganz viel „zuhören / hineinhören“ möchte. Ich hoffe und würde mich sehr freuen, wenn ich dann mehr und mehr im Bezirk ankommen kann.
Er schrieb Dir zusätzlich ins „Arbeitsbuch“, dass Du die Anvertrauten annehmen, ihnen zuhören, versuchen sollst sie zu verstehen und erst dann unter Zuhilfenahme des Gebetes Entscheidungen treffen sollst. Inwieweit hat sich dieser Auftrag schon in der Praxis beweisen müssen?
Ich bin dem Bezirksapostel sehr dankbar, dass er den „Arbeitsstil eines Seelsorgers“ mit diesen prägnanten Worten so auf den Punkt gebracht hat. Sicherlich gab es auch bei den bisherigen Aufgaben in der Gemeinde immer wieder Situationen, in denen Anvertraute ein Wort von ihrem Seelsorger erwartet haben. Gerade dann war es für mich immer wichtig, so einen „Verhaltens-Leitfaden“ zu haben. Ich denke, ich werde mir auch in Zukunft immer wieder dieses „Arbeitsbuch“ zur Hand nehmen.
Bezirksevangelist Uwe Hillen kümmert sich intensiv um die Entwicklung der Kinder im Bezirk, Bezirksältester Martin Hoyer um die Jugend. In welchen „Arbeitsbereichen“ werden wir Dich besonders stark erleben?
Ich habe bereits bei den ersten Gesprächen mit unserem Bezirksältesten empfunden, dass es ein gutes, vertrauensvolles und sehr harmonisches Miteinander werden wird. Gern möchte ich also mit ihm und Bezirksevangelist Uwe Hillen dort etwas tun, wo er mich braucht. Alles Weitere wird sich zeigen.
Ende Teil 1
Das Interview führte P. Ulitzer
10. Januar 2017
Text:
Das Interview führte P. Ulitzer
Fotos:
Frank Schuldt
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