Unter der Leitung von Apostel Franz-Wilhelm Otten findet am 13. März 2016 erstmalig ein Gottesdienst für junge Erwachsene in Herne-Wanne-Eickel statt. Dazu sind alle Interessierten im Alter von 23-35 Jahre eingeladen. Sebastian Kräher, Jugendbeauftragter im Bezirk Essen, erläutert die Hintergründe.
Es gibt doch schon diverse Angebote für viele unterschiedliche Altersstufen. Warum stehen gerade die 23-35-jährigen im Fokus?
Es gibt innerhalb der Jugend ein sehr breites Altersspektrum und damit auch unterschiedliche Interessen, die nur sehr schwer auf einmal bedient werden können. Wir müssen auch in unserem Bezirk feststellen, dass junge Menschen in der Phase des Erwachsenwerdens sich verstärkt aus dem Kirchenleben zurückziehen und die klassischen Angebote der Kirche wie Gottesdienste und Jugendstunden immer weniger in Anspruch nehmen. Dieser Gottesdienst soll ganz speziell auf diesen Kreis der jungen Erwachsenen zwischen 23 und 35 Jahren zugeschnitten sein und ihre spezielle Situation in der Kirche wie auch im Leben ansprechen.
Mit der Meinung stehst du nicht alleine da, oder?
Nein. Apostel Franz-Wilhelm Otten, Vorsitzender des NRW-Jugendgremiums, das die Seelsorge an Jugendlichen koordiniert, schreibt dazu: "Ich wünsche mir aber auch insbesondere mehr Angebote für die älteren Jugendlichen. … Gerade diese Gruppe liegt mir sehr am Herzen.“ Daher lädt er zu diesem gemeinsamen Gottesdienst nach Herne-Wanne-Eickel am 13. März 2016 ein.
Glaubst Du, dass viele dieser Einladung folgen werden?
Wenn ich mir unsere Mitgliederdatenbank anschaue, könnten wir aus Essen die Kirche in Herne-Wanne-Eickel mit ungefähr 290 jungen Glaubensgeschwistern füllen. Es geht hierbei aber nicht um bloße Zahlen. Ich sehe den Gottesdienst vielmehr als eine Möglichkeit, die innere Migration wenigstens zu verringern. Und ich finde es sehr gut, dass bei all den begrenzten Ressourcen der Kirche hier der Fokus auf diesen Kreis gelegt wird.
Wie wollt Ihr darauf aufmerksam machen?
Die Frage sollte lieber lauten, „Wie wollen WIR gemeinsam darauf aufmerksam machen?“ Ich würde mir wünschen, dass wir verschiedene Wege beschreiten. Zum einen die Bekanntgabe in den Gemeinden an den kommenden Sonntagsgottesdiensten mit den vorangegangen Informationen. Zum anderen bitten wir die Gemeindemitglieder, dass diese doch auch den einen oder anderen jungen Erwachsenen persönlich ansprechen mögen. Auch ein Senior kann ein Motivator für junge Menschen sein. Der dritte Weg ist die persönliche Ansprache durch unsere jungen aktiven Glaubensgeschwister.
Dein Wunsch für den Gottesdienst?
Ladet bitte alle in diesem Alter ein, ob aktiv, passiv oder inaktiv. Alle sind willkommen, auch Gäste! Ich denke, dass wir da gemeinsam Einiges erreichen können. Ich persönlich bin der Meinung, dass man an diesen Gottesdienst auch Erwartungen stellen darf, da ich glaube, dass sich Apostel Otten der Situation, in der wir uns in diesem Altersspektrum befinden, bewusst ist.
Danke für das Gespräch, Sebastian. Wir wünschen Euch ganz viel Erfolg.
Ich danke Euch ganz herzlich für Eure Mithilfe.
Das Interview mit Sebastian Kräher führte Frank Wälscher.
19. Februar 2016
Text:
Frank Wälscher
Fotos:
Frank Wälscher
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