Einen besonderen Gottesdienst erlebten Gläubige aus mehreren Essener Gemeinden am Sonntagnachmittag, den 3. Juni 2012, in Rüttenscheid. Der im Ruhestand lebende Bezirksälteste Dieter Teichmann, langjähriger Leiter des damaligen Bezirks Essen-Süd, und seine Frau Renate empfingen den Segen zu ihrer Goldenen Hochzeit.
Aus diesem Anlass war Bezirksapostel Armin Brinkmann nach Rüttenscheid gekommen, begleitet von zahlreichen Weggefährten des Goldhochzeitspaares.
Bezirksapostel Brinkmann bezeichnete die 50jährige Ehe von Renate und Dieter Teichmann als lange Reise, zu der Gott seine Gnade gegeben habe. Er bescheinigte dem Ehepaar eine sehr gläubige, warme, gelassene und liebevolle Ausstrahlung sowie eine immer demütige Akzeptanz des Willen Gottes. Für den weiteren Lebensweg in das „diamantene Zeitalter“ widmete der Bezirksapostel den Eheleuten das Bibelwort aus Psalm 115, 14: „Der Herr segne euch je mehr und mehr, euch und eure Kinder!“ Segen heißt nicht, so der Bezirksapostel, dass es den Eheleuten immer gut gehen werde, sondern dass es möglich sei, Gottes Willen immer zu ertragen. So soll dieser Segen das Ehepaar und seine Kinder begleiten.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente ein Bibelwort aus Psalm 18, 30: „Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott über Mauern springen.“ Dieses Wort, so der Bezirksapostel, habe sich aus dem Grußwort ergeben, das Stammapostel Wilhelm Leber an die Gläubigen anlässlich des diesjährigen Pfingstfestes gerichtet hat: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“ (aus Lukas 18, 27).
Bezirksapostel Brinkmann übertrug diese Bibelworte in die heutige Zeit. Mit Gott ist es möglich, Kriegsvolk zu besiegen, das heißt Kämpfe zu gewinnen, und Mauern zu überspringen, das heißt Hindernisse zu überwinden. Kämpfe zu gewinnen bedeute beispielsweise, Charaktereigenschaften zu verändern und immer mehr in das Wesen Jesu Christi hinein zu wachsen. Als Beispiele nannte der Bezirksapostel das Überwinden von Angst und Hoffnungslosigkeit sowie das Wachsen in der Beständigkeit und Konzentration auf das Wesentliche.
Mauern zu überspringen bedeute nicht, die Mauern zu beseitigen. Wenn man eine Mauer überwunden hat, so der Bezirksapostel, ist man aber auf der anderen Seite, von wo aus man Veränderungen herbeiführen kann. Mauern, die es zu überwinden gilt, sind zum Beispiel der Zweifel, der sich aus unbeantworteten Fragen ergibt, Egoismus, Ungeduld oder die Einstellungen „keine Zeit“ und „keine Lust“. Mit der Kraft Gottes und des Heiligen Geistes ist es möglich, solche Feinde zu besiegen und Mauern zu überwinden.
Der Gottesdienst wurde abgerundet durch Predigtbeiträge von Apostel Wolfgang Schug, der einige Jahre als Bischof im Bezirk Essen tätig war, und dem für den Bezirk zuständigen Apostel Rainer Storck.
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