Fritz Prengel, Gemeindevorsteher in Ruhe, und seine Ehefrau Edith feierten am Samstag, den 17. Oktober 2015 ihre Eiserne Hochzeit.
Aufgrund des Gesundheitszustands des Ehepaars sollte eine kurze Segenshandlung im engsten Familienkreis im Altenheim stattfinden. Es wurde jedoch ein Gottesdienst mit Orgelspiel, Chorgesang und Feier des Heiligen Abendmahles in der katholischen Kapelle des Seniorenheimes Stiftung St. Ludgeri in Essen-Werden.
Eiserne Hochzeit bedeutet 65 Jahre gemeinsames Eheleben. Ein kleiner Junge gratulierte dem Ehepaar mit den Worten: „Das ist aber ganz schön lange.“
Fünffacher Segen
Das Ehepaar sollte nun im hochbetagten Lebensalter erneut für die zukünftige Zeit gesegnet werden und den fünffachen Segen erhalten: Von der Grünen, Silbernen, Goldenen, Diamanten bis hin zur Eisernen Hochzeit.
In seiner Ansprache widmete Bezirksältester Martin Hoyer dem Ehepaar ein Bibelwort als Gruß von Apostel Wilhelm Hoyer: „Eisen und Erz sei dein Riegel, dein Alter sei wie deine Jugend“ (5. Mose 33,25). Das ungewöhnliche Bibelwort beinhalte den Segen für Asser, so der Bezirksälteste. Asser heiße in unsere Sprache übersetzt „der Glückliche“. Es habe in der vergangenen Zeit viele Augenblicke gegeben, wo man bedrückt, traurig oder angefochten war. Im Laufe seiner Lebenszeit habe das Ehepaar aber auch viel Gutes erfahren können. So bescheinigte der Bezirksälteste den Eheleuten: „Ihr Glücklichen. Der Segen von Asser passt zu Euch.“ .
Dein Alter sei wie deine Jugend
Ein Riegel aus Eisen oder Erz ist das Bild einer Befestigung. Bezogen auf den Glauben heiße dies Sicherheit und Festigkeit in Gott. Wenn es dann weiter heißt „Dein Alter sei wie deine Jugend“, könnte man fragen: „Möchtet Ihr noch mal zwanzig oder dreißig Jahre alt sein“? Beide Ehepartner verneinten diese Frage des Bezirksältesten vehement. Er erläuterte weiter, dass der Ausdruck „Dein Alter sei wie deine Jugend“ vielmehr bedeute, dass die Kraft Gottes mit den Eheleuten sein möge, solange sie leben.
In seinem Predigtbeitrag führte Bezirksevangelist Uwe Hillen aus, dass es nicht selbstverständlich sei, dass man den heutigen Tag hier gemeinsam in einer schönen Atmosphäre verbringen dürfe. Er dankte den Mitchristen, die dies ermöglicht haben. Dem Ehepaar widmete er das bekannte Wort: „Maranatha, unser Herr kommt.“ Das heiße auch, dass sie noch eine gemeinsame Zukunft haben dürfen.
47.450 Gebete
Bezirksältester Hoyer dankte den Eheleuten für die vielen Gebete in ihrer Vergangenheit. Wenn man nur die täglichen Morgen- und Abendgebete rechne, seien dies in 65 Ehejahren 47.450 Gebete. Er dankte auch Priester Prengel für die Zeit als Gemeindevorsteher der im Jahre 2010 geschlossenen Gemeinde Werden. Er war dort 43 Jahre als Amtsträger tätig, davon 17 Jahre (von 1977-1993) als Gemeindevorsteher.
Trotz zunehmender gesundheitlicher Beeinträchtigungen strahlen die Eheleute bis zum heutigen Tag Zuversicht aus.
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