Den erst kürzlich vergangenen Feiertag Fronleichnam nahm die ökumenische Gruppe aus dem Ortsteil Überruhr im Essener Süden zum Anlass, um nicht nur über die jeweilige Art und Weise zu sprechen, wie in der neuapostolischen, evangelischen und katholischen Gemeinde das Abendmahl gefeiert wird, sondern auch, um einen Blick hinter das Sichtbare zu werfen.
Die Teilnehmenden des ökumenischen Impuls- und Bibelabends trafen sich in einem Versammlungsraum der katholischen St. Suitbert-Kirche. Hier arbeitet Johannes Nöhre als Gemeindereferent und konnte von der Fronleichnamsprozession berichten, die in der Vorwoche in Essen-Burgaltendorf stattfand. Als Anschauungsmaterial hatte der Gemeindereferent die Monstranz mitgebracht. Dies ist ein prunkvolles Schaugefäß der römisch-katholischen Kirche. Sie dient dazu, eine geweihte Hostie (den Leib Christi) für die Gläubigen sichtbar zu machen. Die Teilnehmenden konnten die sogenannten "Vorzeige-Hostien", aber auch die normalen Hostien begutachten.
Verwandeln oder hinzutreten?
Die Anwesenden der drei Konfessionen legten anschließend dar, was nach der jeweiligen Glaubensauslegung beim Heiligen Abendmahl passiert. Von einer Wesensverwandlung der Elemente Brot und Wein (Transsubstantiation) in Leib und Blut Jesu spricht die katholische Kirche, während die beiden anderen Konfessionen an eine Konsubstantiation glauben: Brot und Wein bleiben Brot und Wein, Christus tritt aber hinzu (Realpräsenz) und ist mit und unter denjenigen, die das Abendmahl feiern.
Jesus ist gegenwärtig
Am Ende des Tages war den Teilnehmenden wichtig, die Gemeinsamkeiten zu unterstreichen und die Begegnung mit Jesus im Heiligen Abendmahl erleben zu können. Jesus lädt ein, gemeinsam an einen Tisch, jeden Menschen, auch wenn sich Inhalt und Bedeutung des Heiligen Abendmahls lehrmäßig und rational nicht erschöpfend erschließen lassen.
Nächster Impulsabend
Der letzte Impulsabend vor der Sommerpause findet am Dienstag, dem 14. Juli 2026 um 19 Uhr statt. Erneut ist der Raum der St. Suitbert-Gemeinde Ort der Versammlung. Der Segen wird dann im Mittelpunkt stehen. Wer segnet was und warum? Wie kann Segen wirken; was gilt es, als Voraussetzung mitzubringen?
Ihr Interesse wurde geweckt? Dann herzlich willkommen am zweiten Dienstag im Juli in Überruhr!
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