„Es ist schön, dass wir heute Morgen hier zusammen sind.“ Mit diesen Worten begann Priester Stefan Florian den Gottesdienst am 4. Mai 2025 in der Gemeinde Gelsenkirchen-Ückendorf. Er richtete diese Begrüßung besonders an Annerose und Günther Heim, die an diesem Sonntag den Segen zu ihrer goldenen Hochzeit empfingen.
Der Chor leitete die Segenshandlung mit dem Lied „Anbetung will ich, Herr, dir bringen“ ein. In seiner Ansprache an das Ehepaar griff Priester Florian das Thema Segen auf und führte aus, dass es das Bestreben von Annerose und Günther Heim sei, jeden Segen, den Gott anbietet, mitzunehmen. Dass die Eheleute ihr Leben bereits 50 Jahre miteinander teilen dürfen, sei so ein Segen. In 50 gemeinsamen Jahren wurde vieles erlebt. Das meiste sei gut gewesen; natürlich habe man auch manchmal gestritten, aber dafür sei eigentlich keine Zeit gewesen, so der Vorsteher. Beide sind und waren in der Kirche aktiv; Günther Heim als Priester. Vorsteher Florian versicherte, dass die Gemeinde hinter ihnen stehe. Auch das sei ein großer Segen. Rückblickend auf ihre gemeinsame Zeit drückten die Eheleute ihre Empfindungen aus: „Wir brauchen einander.“ Der Gemeindevorsteher widmete dem Ehepaar das Bibelwort aus 1. Mose 32, 27: „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.“ Anschließend spendete er Annerose und Günther Heim den Segen zu ihrem goldenen Ehejubiläum.
Der Segen Gottes fließt für alle
Der Predigt lag das Bibelwort aus Lukas 24, 15,16 zugrunde: „Und es geschah, als sie so redeten und einander fragten, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten.“
Priester Stefan Florian beleuchtete zunächst die Situation der Emmaus-Jünger, um die es im Bibelwort geht. Sie kamen zurück aus Jerusalem, wo sie die Kreuzigung Jesu miterlebt hatten. Sie waren ergriffen von dem Erlebten, aber auch enttäuscht, weil alles nicht so eingetroffen war, wie sie es erhofft hatten. Als Jesus sich zu ihnen gesellte, erkannten sie ihn nicht. Sie spürten zwar, dass etwas Besonderes von ihm ausging, erkannten ihn aber erst, als er das Brot mit ihnen brach.
Uns geht es heute ähnlich. Durch die Hektik des Alltags kann das Evangelium in den Hintergrund treten. Man wird betriebsblind. Dabei ist Jesus mitten unter uns. Er ist da und offenbart sich in der Predigt und dem Heiligen Abendmahl. Jesus Christus sagt: „So oft ihr davon genießt, spürt ihr meine Gegenwart.“
Gottes Segen ist unerschöpflich
In seinem Predigtbeitrag unterstrich Priester Michael Sokoll das Gehörte. Des Weiteren thematisierte er den Segen Gottes. Der Katechismus erklärt Segen als Zuwendung Gottes. Der Mensch ist aus sich selbst heraus nicht in der Lage sein Leben so zu gestalten, dass es zum Guten für ihn selbst, den Mitmenschen und der Schöpfung dient. Wie oft haben wir nicht verstanden, dass trotz aller Bemühungen der erhoffte Segen Gottes ausblieb. Der Segen Gottes setzt genau da an, wo wir akzeptieren, dass wir aus uns selbst heraus für uns und andere nichts bewirken können, was zum Guten dient.
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
