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Videogottesdienst aus Altenessen: "Der Sohn macht frei"

 

Für die Gläubigen, die sonntags derzeit keine Präsenzgottesdienste besuchen können, bietet die Neuapostolische Kirche Westdeutschland Videogottesdienste an, die im Wechsel aus den Kirchenbezirken per YouTube und Telefon übertragen werden. Am Sonntag, dem 31. Januar 2021 fand dieser Gottesdienst in der Kirche in Altenessen statt.

Nur wenige Teilnehmer - einige Amtsträger, Musiker und Techniker - nahmen in der Kirche in Altenessen an dem Gottesdienst teil. Bezirksältester Martin Hoyer hielt den Gottesdienst, für den das Bibelwort aus Johannes 8,36 als Grundlage diente: "Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei."

Der Herr ist da

Einleitend ging der Bezirksälteste auf das von Klavier und Geige vorgetragene Lied ein: "Ich glaube fest, dass alles anders wird...". Er empfahl den Gottesdienstteilnehmern, diese Aussage mit in die persönlichen Verhältnisse zu nehmen. Er unterstrich diesen Rat mit dem Bibelwort aus Psalm 27,1: "Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?" Der Bezirksälteste wünschte allen Zuhörern das Gefühl, dass der Herr da ist und helfen werde.

Wahre Freiheit

Im Folgenden ordnete Bezirksältester Hoyer das Bibelwort in den biblischen Kontext ein. Es stamme aus einem Gespräch Jesu mit den Juden, die nicht verstanden, warum Jesu sie frei machen wollte - sie seien Abrahams Nachkommen und niemals jemandes Knecht gewesen. Jesus sagte ihnen jedoch, dass die Sünde sie zu Knechten mache und der Sohn für wahre Freiheit sorgen könne (vgl. Johannes 8, 31-36).

Weiter fragte der Bezirksälteste, was es bedeute, dass der Sohn frei mache. Seine Antwort: Wenn das Wirken des Heiligen Geistes aktiv und erlebbar ist, kann unsere Seele frei werden, und wir können das Wesen Jesu annehmen. Das Wirken des Heiligen Geistes sei durch die Wortverkündigung im Gottesdienst erlebbar. Wir müssen das Wort aber aufnehmen und in die Seele einbauen, um in das Wesen Jesu hineinzuwachsen. Dazu müsse das Wirken des Heiligen Geistes am Altar lebendig werden. "Stell dich ganz in den Dienst des Herrn und halte eine ungetrübte Verbindung zum Apostelamt", appellierte der Bezirksälteste an die Amtsträger. Auch ein persönliches Gebet vor dem Gottesdienst  könne zu befreienden Erlebnissen für die Seele führen. Und schließlich nannte der Bezirksälteste die Sakramente als Voraussetzung für Freiheit der Seele. Wenn die Gabe des Heiligen Geistes in uns sei, lasse uns dies nach göttlichem Willen reden und handeln.

Halt nichts Gutes für zu klein

Evangelist Carsten Crispin ergänzte die Predigt, indem er das Lied "Manches Herz will fast ermüden" zitierte. Er erläuterte, dass manche Seele gerade in der aktuell belastenden Situation wieder frei sein möchte und sich nach Frieden sehne, dies aber nicht möglich sei. In dem angesprochenen Lied heiße es auch: "Kannst ein Lächeln du erneun, nur ein Kinderherz erfreun. Halt nichts Gutes für zu klein...". "Wenn du dafür sorgst, dass der andere lächelt, bist du auch frei.", so der Rat des Evangelisten an die Gottesdienstteilnehmer.

Nach der Sündenvergebung, der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Schlusssegen endete der Gottesdienst mit dem Lied "Möge die Sonn' dir scheinen", vorgetragen von Orgel und Geige.

1. Februar 2021
Text: Britta Leippe
Fotos: Thomas Olstinski

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