Zum Abendgottesdienst am Mittwoch, dem 8. Juli 2020 besuchte Apostel Thorsten Zisowski die Gemeinde Steele.
Bezirksälteste Martin Hoyer hatte die Gemeindevorsteher des Bezirks Essen sowie die Amtsträger der Gemeinden Freisenbruch und Steele samt ihrer Familien zum Gottesdienst eingeladen. Der Gottesdienst bildete den Auftakt zu nun wieder regelmäßig stattfindenden Wochengottesdiensten in der Gemeinde Steele, die bezirksweit telefonisch übertragen werden.
Unterschiedliche Begegnungen
Einleitend bekundete Apostel Zisowski, dass er sich sehr auf diese Begegnung mit der Gemeinde gefreut habe. Gerade in diesen vom Coronavirus geprägten Zeiten, in denen persönliche Begegnungen seltener geworden seien, sei es ihm ein besonderes Anliegen gewesen, diesen Gottesdienst gemeinsam mit den Anwesenden zu feiern.
Es gebe in unserem Alltag ganz unterschiedliche Begegnungen, angenehme, unangenehme, und auch Begegnungen, vor denen man Sorge habe, so der Apostel. Als Beispiel führte er die Begegnung der Brüder Jakob und Esau an. Auf dem Heimweg, nach 20 Jahren in der Fremde, hatte Jakob Sorge vor dem Wiedersehen mit Esau, den er betrogen hatte. Jakob betete zu Gott und rang um seinen Segen. Die anschließende Begegnung der Brüder verlief herzlich und unbelastet. Diese Geschichte könne uns als Vorbild dienen. In unserem Leben gebe es vielleicht ähnliche Verhältnisse, zerstrittene Beziehungen, bei denen man sich frage, ob diese wieder gut werden können. Das innige Gebet und der Segenswunsch können einen Weg für einen Neuanfang eröffnen.
Durst nach Gott
Als Grundlage für den Gottesdienst verwendete Apostel Zisowski den dritten Vers des 42. Psalms: "Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?"
Der Psalmist erlebte Anfechtung, und ihm wurde der Zugang zum Tempel verwehrt. In dem Psalm vergleicht er seine Sehnsucht, Gott nahe zu sein, mit dem elementaren Bedürfnis nach Wasser. Auch wir durchleben Anfechtung im Glauben, und - bedingt durch die Corona-Pandemie - war es auch uns eine Zeitlang nicht möglich, uns in den Kirchen zu versammeln und dort Gottesdienste zu feiern. Auch wir haben Durst nach Gott. Dieses Verlangen könne durch Gottes Wort und die Gemeinschaft im Gottesdienst gestillt werden, so die Erläuterungen des Apostels.
Gott vermittelt sein zeitgemäßes Wort und seinen Willen in den Gottesdiensten. Es reiche nicht aus, nur in der Bibel zu lesen, so der Apostel, denn da könne der Leser selbst entscheiden, was er liest. Der lebendige Gott erwecke in den Gottesdiensten auch schon einmal unbequeme Themen, mit denen sich der Gläubige auseinander setzen müsse und die ihn zur Änderung aufrufen.
Eingeladen war auch Bezirksälteste Werner von Parzotka-Lipinski aus dem Berzirk Ruhr-Emscher. Er unterstrich in seinem Predigtbeitrag die Ausführungen des Apostels.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls ordinierte Apostel Zisowski für die Gemeinde Steele Diakon Sebastian Stachowiak zum Priester und Marc Stachowiak zum Diakon.
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