Zwei Kinder empfingen am Mittwochabend, den 11 Oktober 2017 in der Gemeinde Frintrop das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Den Gottesdienst hielt Apostel Wilhelm Hoyer.
In seiner Ansprache zur Heiligen Versiegelung bat der Apostel die Eltern, den christlichen Glauben und das Evangelium fest in den Seelen der Kinder zu verankern. Der Heilige Geist könne überall und zu allen Zeiten wirken. Aber nur durch das Sakrament der Heiligen Versiegelung werde er dauerhaft in die Seele eingebettet. Dies sei daher ein außergewöhnliches Ereignis.
Prüfung in Dankbarkeit und Vertrauen
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus 1. Korinther 10,12 und 13 zugrunde: „Darum, wer meint, er stehe, mag zusehen, dass er nicht falle. Bisher hat euch nur menschliche Versuchung getroffen. Aber Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr’s ertragen könnt.“ Dieses Kapitel aus dem Brief an die Korinther sei überschrieben mit „Das warnende Beispiel Israels“, erläuterte der Apostel. Auch wenn dies zunächst bedrohlich klinge, sei eine Warnung keine Bedrohung. Gott drohe nie und führe den Menschen nie in Versuchung. Er prüfe aber den Menschen, damit er sich in seinem Glauben bewähren könne.
So sei auch das Volk Israel in der Wüste in seiner Dankbarkeit zu Gott geprüft worden. Apostel Hoyer erläuterte, dass Gott dem Volk in der Wüste, in der keine Nahrung vorhanden und kein Ackerbau möglich gewesen sei, 40 Jahre lang jeden Tag Manna geschickt habe. Das Volk, das davon abhängig war, war zunächst dankbar, wurde die immer gleiche Speise aber dann leid und beklagte sich bei Mose. Übertragen auf die heutige Zeit empfahl der Apostel den Gottesdienstteilnehmern, sich immer darüber bewusst zu sein, dass alles von Gott komme. Aus diesem Bewusstsein resultiere Zufriedenheit, Dankbarkeit und innerer Friede.
Als das Volk Israel vor den Toren des gelobten Lands stand, prüfte Gott auch das Vertrauen des Volkes. Nachdem die Kundschafter berichtet hatten, dass in dem Land zwar „Milch und Honig fließe“, das Land aber so befestigt und geschützt sei, dass es unmöglich sei, dort hinein zu kommen, verlor das Volk das Vertrauen und wollte den langen Weg durch die Wüste zurück nach Ägypten gehen. Josua und Kaleb aber behielten das Vertrauen und erreichten so das gelobte Land. „Lasst uns unser Vertrauen, dass Gott seine Kirche vollenden wird, nicht verlieren.“, so der Aufruf des Apostels an die Gemeinde.
Bezirksältester Martin Hoyer ergänzte die Predigt und rief noch einmal dazu auf, Versuchungen zu erkennen und sich darin zu bewähren. „Durch Dankbarkeit eröffnet Gott einen Weg des Heils.“, so der Bezirksälteste abschließend.
Große Ereignisse für den Bezirk Essen
Bereits im Eingangsgebet brachte Apostel Hoyer die Freude auf zwei außergewöhnliche Ereignisse für den Bezirk Essen im November 2017 zum Ausdruck. Zunächst wird Bezirksapostel Rainer Storck am Sonntag, den 5. November 2017 den Gottesdienst für Entschlafene in Altenessen halten. In diesem Gottesdienst wird er auch die Sakramente für die Verstorbenen spenden. Am letzten Wochenende im November wird dann Stammapostel Jean-Luc Schneider mit allen Bezirksaposteln und Bezirksapostelhelfern weltweit die Stadt zu einem Konzert und einem Gottesdienst besuchen (wir berichteten).
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