Mit vielen Gästen erlebte die Gemeinde Schonnebeck am Samstag, den 22. Juli 2017 die Hochzeit von Ralf und Viviane Makowski.
Dem Traugottesdienst legte der Gemeindevorsteher, Evangelist Carsten Crispin, das Bibelwort aus Lukas 6,31 zugrunde: „Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch!"
Das Haus der Ehe
Zu Beginn des Gottesdienstes ging der Evangelist auf die besondere Zusammensetzung der versammelten Gemeinde ein. Alle Anwesenden hatten sich für das Brautpaar und diesen festlichen Anlass versammelt. Durch den Trausegen werde der Verbindung ein besonderer Mehrwert zuteil; der Segen Gottes könne in der Gemeinschaft der Eheleute erlebbar werden. Wer in der Partnerschaft glücklich werden und bleiben möchte, soll sich im Sinne des Bibelwortes zuerst um das Glück und Wohlergehen des Partners bemühen. Um dieses Glück zu verdeutlichen, verglich der Evangelist die Ehe mit einem Haus, das aus vier Wänden und einem Dach aufgebaut ist. Die erste Wand entspreche der Barmherzigkeit dem anderen gegenüber. Hier soll sich jeder gütig und in Liebe in den anderen hineinversetzen. Die zweite Wand entspreche der Mahnung, einander nicht zu richten, sondern immer Milde walten zu lassen. Als Rat gab der Gemeindevorsteher dem Brautpaar mit auf den Weg: „Betrachte mit einem Auge die guten Eigenschaften deines Partners und schaue mit dem anderen Auge auf deine eigenen Fehler. Dann siehst du richtig.“ Die dritte Wand des Ehe-Hauses sei die gemeinsam verbrachte Zeit, in der man dem anderen richtig zuhört und ihn versteht. Vergebungsbereitschaft bilde dann die vierte Wand. Menschen machen immer wieder Fehler, aber diese sollen einander in der Ehe nicht nachgetragen werden, so die Erläuterungen des Evangelisten.
Priester Peter Heise stellte in seinem Predigtbeitrag den Glauben des Brautpaares in den Mittelpunkt. Das Kennen- und Liebenlernen des Partners hätte das Paar auf einen glücklichen Zufall zurückführen können, aber es erkannte darin den Willen Gottes. Der gemeinsame Glaube biete immer wieder die Chance, Gottes Führung im persönlichen Leben zu erkennen. In dieser Haltung sei dann nicht nur der Hochzeitstag, sondern jeder Tag wunderschön.
Liebe ist alles
Vor der Ansprache an das Brautpaar trug die Familie das Lied „Liebe ist alles“ vor. Evangelist Crispin ging auf diesen Vortrag ein und vervollständigte so das Bild des Hauses: Die Liebe zueinander bilde das Dach einer glücklichen Ehe. Als Licht soll dann immer der Segen des dreieinigen Gottes mitten im Haus und Eheleben leuchten. Der Evangelist wünschte den jungen Eheleuten, dass sie einander immer wieder sagen können: Du sollst es nicht bereuen, vor Gott zu mir „Ja!“ gesagt zu haben.
Nach der Segensspendung durch den Evangelisten Carsten Crispin wurde der Gottesdienst mit Gebet und dreifachem Amen beendet.
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