Das Eisenbahnmuseum in Bochum-Dahlhausen war das Ziel der fünf- bis neunjährigen Kinder aus dem Bezirk Essen und ihrer Lehrkräfte am Samstag, den 10. Juni 2017.
Da die Kinder nach dem Ausflug in der Kirche in Steele übernachten wollten, wurden zunächst die Luftmatratzen aufgepustet und die Schlaflager vorbereitet. Danach fuhren die Kinder und Lehrkräfte mit der S-Bahn nach Bochum-Dahlhausen und gingen zu Fuß weiter zum Museum. Dort wurde die Gruppe bereits von ihrem Museumsführer erwartet. Die Kinder lernten einiges über alte Dampflokomotiven, aber auch über Gefahren in der Nähe von Gleisanlagen.
Nach einer kurzen Stärkung ging es zurück zum Bahnhof mit Zwischenstopp an einem neu angelegten Spielplatz. In der Kirche in Steele angekommen, gab es für die Kinder Bockwurst, Toast, frisches Gemüse und kühle Getränken.
Freizeit und Gottesdienstvorbereitung
Anschließend wurden die Kirche und der Parkplatz zur großen Tummelwiese und Bastelstube. Einige Kinder spielten Fußball, andere nutzten ihre Luftmatratzen als Trampolin. Als Vorbereitung für den Kindergottesdienst am nächsten Sonntag halfen einige beim Rahmenbau für einen großen Goliath, während andere an Goliaths Rüstung bastelten. Anschließend wurde gemeinsam der Altar für den Kindergottesdienst („KiGo 6-9“) am Sonntag geschmückt.
Nach einer kurzen Nacht wurde das Kirchenschiff wieder aufgeräumt, die Luftmatratzen wurden entlüftet und die Bänke wieder an ihren Platz gestellt. Nach einem gemeinsamen Frühstück war alles für den Kindergottesdienst bereit, als die Eltern, Großeltern und weitere Kinder eintrafen.
Mit Gott Ängste besiegen
Der KiGo 6-9 hatte das Bibelwort aus 1. Samuel 17,45 zur Grundlage: „David sprach zu dem Philister: Du kommst mit Schwert, Lanze und Spieß, ich aber komme zu dir im Namen des Herrn Zebaoth, des Gottes des Heeres Israel, den du verhöhnt hast.“
Nach der Begrüßung bastelte sich jedes Kind sein Namensschild und durfte einen Luftballon aufpusten, der mit seinem Namen versehen an einem Band befestigt wurde. Der KiGo begann mit einer vorbereitenden Sonntagsschule. Zunächst erzählte Carmen von ihrer Angst vor großen Spritzen. Auch die Kinder wurden nach ihren Ängsten gefragt. Zunächst wollte keiner zugeben, Angst vor etwas zu haben, aber nach kurzer Zeit erzählten sie: vor der Dunkelheit, vor der nächsten Klassenarbeit, vor dem Schulwechsel, vor der Einschulung, vor großen Tieren und einiges mehr. Sie konnten ihre Ängste auf ihre Luftballons schreiben. Dann wurden Vorschläge zur Überwindung der Ängste gesammelt, zum Beispiel die Hilfe der Eltern, der Lehrern oder der Seelsorger sowie das Gebet. Diese Vorschläge wurden auf Karten geschrieben und mit Nägeln in ein Steckmoos gesteckt.
Priester René Körner leitete dann zur Geschichte von David und Goliath über. Goliath gehörte zum Volk der Philister. Diese waren von großer Statur, wie bei dem gebastelten, fast drei Meter großen Goliath zu sehen war. Die Israeliten waren dagegen eher klein, und ein so großer Mensch mit Rüstung, Speer und Lanze rief bei den Israeliten Angst hervor. David hat das aber nicht erschreckt; er rief Goliath zu: „Ich komme im Namen des Herrn Zebaoth, du kannst mir gar nichts antun. Es nützt gar nichts, wenn du mit deinen Waffen gegen mich antrittst. Ich bin Hirte auf dem Feld und habe gegen wilde Tiere gekämpft. Ich hatte nichts außer meiner Steinschleuder.“ Dann wählte er einen Stein und schleuderte ihn gegen Goliath. Goliath fiel getroffen zu Boden, die Philister suchten das Weite und das Volk Israel war befreit.
Vertrauen zu Gott
Der anschließende Gottesdienst stand unter dem gleichen Bibelwort wie die Sonntagsschule und führte das Thema fort. Priester Körner ging in seiner Predigt auf die Waffen des Goliath ein und fragte, was uns Menschen heute als Waffe gegenüber stehen könne. Beispielsweise könne ein falsches Wort wie eine Lanze in unser Herz eindringen, Ärger könne verletzen.
Gott hatte David für diesen Kampf auserwählt, so Priester Körner weiter. David hatte unvorstellbares Vertrauen zum allmächtigen Gott, der ihn mit der Kraft ausgerüstet habe, gegen die Philister zu kämpfen.
Im Anschluss an den Gottesdienst konnten die Kinder mit den Nägel, an denen die Vorschläge zur Überwindung der Angst befestigt waren, ihre Ängste „bekämpfen“, indem sie die Luftballons zum Platzen brachten.
Schließlich wurden die Kinder verabschiedet, die in den Religionsunterricht und damit in die Gruppe der zehn- bis 14-jährigen Kinder wechseln. Nach einem gemeinsamen Imbiss endete die Kinderfreizeit.
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