Zum ersten Mal hielt Apostel Wilhelm Hoyer am Mittwoch, den 22. Juli 2015 einen Gottesdienst in der Gemeinde Kupferdreh.
Seiner Predigt legte der Apostel das Bibelwort aus 1. Petrus 3,8 und 9 zugrunde: „Endlich aber seid allesamt gleich gesinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, demütig. Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt.“
Segen ist Zuwendung Gottes
Direkt zu Beginn des Gottesdienstes stellte der Apostel die zwei Botschaften heraus, die sich aus dem Bibelwort ergeben: Wir sind berufen, gesegnet zu werden, und wir sollen für andere ein Segen sein. Apostel Hoyer definierte Segen als Zuwendung Gottes. Aber auch das ewige Leben, also die ewige Gemeinschaft mit Gott, sei Segen, so der Apostel.
Er berichtete unter anderem von der Begebenheit des Bartimäus, welche im zehnten Kapitel des Markusevangeliums beschrieben wird. Bartimäus war blind, hörte Jesus vorbeigehen und schrie zu ihm, damit Jesus ihm helfen solle. Den umstehenden Menschen wurde Bartimäus lästig, sie sagten: „Hör auf – sei stille!“ Der Apostel rief die Gemeinde auf, mitleidig zu sein und für andere Menschen einzutreten.
Fürsprecher vor Gott werden
Auch Mose setzte sich für sein Volk ein, als es das „goldene Kalb“ gebaut und angebetet hat. Stephanus bat sogar für seine Widersacher, für die, die ihn steinigten. Er sagte: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an“ (vgl. Apostelgeschichte 7, 60). Auch wir sollen für alle Menschen eintreten und Fürsprecher für sie vor Gott werden. Dadurch können wir ein Segen für sie werden, so der Apostel
Segen nehmen und geben
Bezirksevangelist Rainer Baran ergänzte die Predigt und hob dabei heraus, dass wir nicht nur Segen nehmen und empfangen sollen, sondern auch Segen abgeben sollen. „Segen nehmen und geben“ – Auf diese Worte könnte man das Bibelwort zusammenfassen, so der Bezirksevangelist.
Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls erhielt die Gemeinde Kupferdreh einen neuen Amtsträger. Apostel Wilhelm Hoyer ordinierte Dominic John zum Diakon. Im Anschluss an den abschließenden Chorgesang konnte sich die Gemeinde vom Apostel und seiner Begleitung verabschieden sowie dem neuen Diakon ihre Glück- und Segenswünsche übermitteln.
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